Metaller setzen Warnstreiks fort

12.03.2021 Die IG Metall macht in der aktuellen Tarifrunde weiter Druck. Am Freitag waren Beschäftigte des Automobilzulieferers GKN in Zwickau zum Warnstreik aufgerufen. Dazu habe die komplette Frühschicht - etwa 250 Beschäftigte - am Mittag vorzeitig die Arbeit beendet, sagte Gewerkschafter Benjamin Zabel auf Anfrage. «So stand die Produktion zwei Stunden vollständig still.» Kommende Woche sollen die Warnstreiks verstärkt werden, erklärte Zabel. So sind für Montag weitere Aktionen in verschiedenen Betrieben in Sachsen geplant.

Auf Plakaten und Transparenten fordern Teilnehmer unter anderem mehr Einkommen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach Angaben der IG Metall haben die Beschäftigten von GKN in den vergangenen Monaten viele Sonderschichten geleistet. Trotz guter Umsätze drohe das Unternehmen regelmäßig damit, Arbeit nach Osteuropa zu verlagern. Auch deswegen streikten die Beschäftigten für Standort- und Beschäftigungssicherung - «eine zentrale Forderung der IG Metall in dieser Tarifrunde», sagte Zabel.

Die Gewerkschaft fordert vier Prozent mehr Geld für zwölf Monate, das zur Sicherung von Beschäftigung und Einkommen eingesetzt werden soll. Neben betrieblichen Zukunftstarifverträgen sind auch ein tarifliches Angleichungsgeld und die Verbesserung der Übernahmeregelungen für Auszubildende Thema in den Tarifverhandlungen.

In der aktuellen Tarif-Auseinandersetzung geht es in Sachsen um rund 27 000 Beschäftigte in tarifgebundenen Unternehmen; die Metall- und Elektroindustrie im Freistaat zählt nach eigenen Angaben insgesamt etwa 190 000 Mitarbeiter.

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