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Mit Schüttelfrost und Leichtigkeit: Aue-Start in Stresswoche

24.09.2018 - Der FC Erzgebirge Aue will mit einem weiteren Sieg am Mittwoch gegen den SV Sandhausen seine kleine Erfolgsserie fortsetzen. Vielleicht hat Trainer Daniel Meyer mit seinen Entscheidungen wieder genauso viel Glück wie am Sonntag in Duisburg.

  • Der Torschütze Pascal Testroet jubelt. Foto: Roland Weihrauch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Torschütze Pascal Testroet jubelt. Foto: Roland Weihrauch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Aue (dpa) – Das Ziel des FC Erzgebirge Aue für die kommenden Tage ist klar. «Unser Motto lautet: 'Ran ans Mittelfeld'. Daran wollen wir in dieser Woche arbeiten und gegen Sandhausen unbedingt nachlegen», sagte Angreifer Pascal Testroet. Mit dem 2:1 beim Tabellenletzten MSV Duisburg stimmten sich Torschütze Testroet und seine Kollegen bestens für die Partie an diesem Mittwoch daheim gegen den Tabellenvorletzten SV Sandhausen und das Auswärtsspiel am Samstag gegen Aufsteiger SC Paderborn ein.

Für Testroet wird die Heimpartie eine besondere: Er feiert am Mittwoch seinen 28. Geburtstag. «Ich tausche einen Geburtstagstreffer lieber gegen einen Geburtstagssieg ein», betonte der Mittelstürmer allerdings. In den Dienst der Mannschaft stellte er sich auch gegen die Duisburger. «Mir ging es nicht gut, ich hatte Schüttelfrost. Der Trainer meinte, ich solle trotzdem weitermachen und auf die Zähne beißen», sagte Testroet. Er machte weiter, es sollte sich auszahlen.

Dankbar war er Coach Daniel Meyer. Denn vier Minuten nach dem Wiederanpfiff vom Elfmeterpunkt hatte Testroet den Ausgleich erzielt. Tor Nummer vier im sechsten Pflichtspiel für den FC Erzgebirge. «Diesmal war es für mich nicht ganz so schwer, den Ball über die Linie zu drücken. Es war wichtiger, dass wir durch das 1:1 ins Spiel zurückgekommen sind und am Ende noch gewonnen haben. Dadurch konnten wir den Vorsprung auf Duisburg auf sechs Punkte ausbauen», erklärte Testroet.

Danach hatte es zunächst nicht ausgesehen. Als die Auer nach den ersten 45 Minuten die Kabine im Duisburger Stadion betraten, wurde viel miteinander und untereinander diskutiert. «Meine Mannschaft war sauer auf sich selbst. Wir waren in der ersten Hälfte undiszipliniert und haben eigenartige Sachen gemacht», sagte Meyer. Im Defensivverhalten war seine Mannschaft nicht griffig genug, in der Offensive fehlte es oftmals an der Durchschlagskraft. Der 0:1-Rückstand war die logische Konsequenz.

In der 70. Minute wechselte Meyer Mario Kvesic für Christian Tiffert ein. Der Joker stach eine Viertelstunde später, als er mit einem sehenswerten Fernschuss den Ball im linken Winkel zum 2:1 versenken konnte. «Mario hat seit ein paar Tagen die Leichtigkeit wiedergefunden. Er lacht viel, ist total unbeschwert und trotzdem hochkonzentriert. Mario hat mit dieser Aktion bewiesen, dass er der Unterschied-Spieler sein kann, über den wir in der Vorbereitung immer gesprochen haben», sagte Meyer.

Er fand aber nicht nur für Kvesic lobende Worte: «Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wie sie im zweiten Durchgang den Kampf angenommen hat. Die Jungs sind eine verschworene Einheit und bis ans Limit marschiert.» Und Meyer bewies bei seiner verschworenen Einheit in den entscheidenden Momenten das richtige Gespür.

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