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Mitbewerber bei OB-Wahl ziehen zurück: AfD und CDU übrig

31.05.2019 - Bei der Wahl zum Oberbürgermeister in Görlitz gehen nur noch Kandidaten von CDU und AfD an den Start. Die Vertreterinnen von Grünen und Linken zogen nun zurück.

  • Franziska Schubert (Bündnis 90/Die Grünen) steht in der Görlitzer Altstadt. Foto: Miriam Schönbach/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Franziska Schubert (Bündnis 90/Die Grünen) steht in der Görlitzer Altstadt. Foto: Miriam Schönbach/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Görlitz (dpa/sn) - Bei der Oberbürgermeisterwahl in Görlitz zeichnet sich in der zweiten Runde am 16. Juni ein Duell zwischen AfD und CDU ab. Nach dem Rückzug der Linke-Kandidatin Jana Lübeck hat am Freitag auch die von einem Bürgerbündnis getragene Grüne Franziska Schubert erklärt, nicht anzutreten. Damit konkurrieren nur noch die beiden Erstplatzierten Sebastian Wippel (AfD) und Octavian Ursu (CDU). «Bei Bürgermeisterwahlen in Sachsen gibt es keine Stichwahl», sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Nur Kandidaten aus Runde 1, die ihre Bewerbung aufrechterhielten, blieben im Rennen. «Neue Wahlvorschläge können nicht mehr eingereicht werden.»

Wippel hatte die Abstimmung am vergangenen Sonntag mit 36,4 Prozent gewonnen. Ursu kam auf 30,3 Prozent, die von einem Bürgerbündnis unterstützte Schubert auf 27,9 Prozent und Lübeck auf 5,5 Prozent. Da Wippel die absolute Mehrheit verfehlte, muss er sich einem zweiten Wahlgang stellen. Darin reicht es aus, die meisten Stimmen zu gewinnen.

Schubert zieht laut einer Erklärung vom Freitag ihre Kandidatur zurück. Die Wähler hätten Platz 1 und 2 dafür bestimmt. Ihre Entscheidung sei hart erarbeitet und gut überlegt, betonte Schubert und versprach: «Ich halte mein Wort, ich werde in Görlitz bleiben und für diese Stadt arbeiten, gemeinsam mit den knapp 28 Prozent, die sich jetzt schon hinter mir versammelt haben.» Sie rief die Menschen auf, am 16. Juni wählen zu gehen, «für Weltoffenheit und dass Görlitz eine Europastadt bleibt».

Am Dienstag hatte bereits Lübeck ihren Verzicht erklärt und dabei die Verhinderung von Wippel als wichtigstes Ziel genannt. «Ich möchte nicht, dass die Stadt einen Oberbürgermeister von der AfD hat», sagte auch Schubert der Deutschen Presse-Agentur. Ihr Schritt ziele aber nicht darauf ab, etwas zu verhindern. «Es entscheiden allein die Wähler.» Sie sehe für sich aber keine Chance, die fast zehn Prozent Abstand zum Erstplatzierten zu überbrücken.

Ursu bezeugte in einer Mitteilung Schuberts Entscheidung gegenüber «großen Respekt». Mit Schubert herrsche Einigkeit, dass Görlitz nur als weltoffene Europastadt eine gute Zukunft habe. Dafür will Ursu jetzt um Vertrauen auch bei deren Unterstützern werben. «Ich möchte Oberbürgermeister aller Görlitzerinnen und Görlitzer werden», sagte der 51 Jahre alte Orchestermusiker.

Auch Polizeioberkommissar Wippel (36) will im zweiten Anlauf auf den Chefsessel im Görlitzer Rathaus. «Sonst wäre ich nicht angetreten», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Er bedauerte den Rückzug von Schubert. «Schade ist es schon, die Leute wollen ja den Wechsel.» Beide Bewerber sind auch Landtagsabgeordnete.

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