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Moderner Neubau für Radebeuler Karl-May-Museum

04.09.2019 - Mit einem neuen Konzept und einem zentral gelegenen Neubau will das Karl-May-Museum in Radebeul wieder mehr Besucher anlocken. Auch Privatleute können zum «Blutsbruder» werden.

  • Martin Dulig steht bei einer Präsentation zum geplanten Neu- und Umbau des Karl-May-Museums. Foto: Robert Michael © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Martin Dulig steht bei einer Präsentation zum geplanten Neu- und Umbau des Karl-May-Museums. Foto: Robert Michael © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Radebeul (dpa/sn) - Das Karl-May-Museum in Radebeul soll in den nächsten Jahren für rund zehn Millionen Euro umgestaltet und um einen modernen Neubau erweitert werden. Die Mittel stammen von Bund, Land und Kommune, sagte Museumsdirektor Christian Wacker am Mittwoch. Auch die Stiftung will einen Teil in Höhe von rund zwei Millionen Euro beisteuern. Um die Ausgabe zu stemmen, ruft das Museum auf seiner Homepage unter dem Motto «Werde Blutsbruder!» zu Spenden auf.

Voraussichtlich im Jahr 2022 soll mit dem Bau eines rund 1000 Quadratmeter großen Neubaus an der Meißner Straße begonnen werden, der Platz für Sonderschauen und ein Depot bietet. Mit vielen multimedialen Elementen und Mitmach-Aktionen sollen die Besucher an Karl May und seine Bedeutung für die heutige Zeit herangeführt werden. «Keine leichte Aufgabe bei einem Schriftsteller, der vor über 100 Jahren gestorben ist», so Wacker. Lange Zeit habe sich das Museum in einem «Dornröschenschlaf» befunden, in den nächsten Jahren soll es wieder aufgeweckt werden.

«Das Karl-May-Museum zieht mit seinen Angeboten genauso Familien mit Kindern aus der Umgebung wie Besucher aus der ganzen Welt an», so der für Tourismus zuständige Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Deswegen sei ein moderner Neubau mit der entsprechenden Infrastruktur wichtig. Karl May sei einer der wichtigsten Botschafter Sachsens in der ganzen Welt. Der Schriftsteller Karl May (1842-1912) hatte von 1888 bis zu seinem Tod in der Kleinstadt bei Dresden gelebt. Seiner Fantasie entsprangen die Abenteuer von «Winnetou», dem Häuptling der Apachen.

Die von May 1895 erworbene Villa «Shatterhand» und die 1926 hinzugebaute Villa «Bärenfett» gehören bisher zum Museum und bleiben auch künftig Bestandteil. Das Museum war 1928 von seiner Witwe Klara mit der bis heute erhalten gebliebenen Sammlung des Indianerfreundes Patty Frank eröffnet worden. Vom rund 4000 Exponate umfassenden Bestand sind derzeit rund 800 Stücke zu sehen.

Im vergangenen Jahr zählte das Karl-May-Museum knapp 50 000 Besucher. Mit dem neuen Konzept, so hofft Museumschef Wacker, sollen künftig wieder mehr Menschen für Karl May begeistert werden. Bis zu 80 000 könnten es pro Jahr werden, schätzt er. Sein Museum will er zu einem Ort der Völkerverständigung machen. Das sei ganz im Sinne Karl Mays, dem es immer um Verständnis für fremde Kulturen gegangen sei.

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