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Mutmaßlicher Brandstifter im Erzgebirge im Gefängnis

13.08.2020 - Ein Dreiseitenhof im Erzgebirge geht in Flammen auf. Wahrscheinlich wurde das Feuer gelegt. War ein Familienstreit der Auslöser?

  • Ein Polizist steht an einem Einsatzort. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizist steht an einem Einsatzort. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach einem Feuer auf einem Dreiseitenhof in Amtsberg (Erzgebirgskreis) sitzt der mutmaßliche Brandstifter im Gefängnis. Das Amtsgericht Chemnitz habe gegen den 63-Jährigen Haftbefehl erlassen, teilte die Polizeidirektion Chemnitz am Donnerstag mit. Er sei dringend verdächtig, das Feuer am Mittwoch gelegt zu haben. Zudem soll der Mann während des Brandes mit einem Gegenstand auf seinen 39-jährigen Neffen eingeschlagen und ihn schwer verletzt haben. Dieser soll der Sohn des Hof-Eigentümers sein. Das Opfer musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Gegen den 63-Jährigen wird wegen versuchten Totschlags und schwerer Brandstiftung ermittelt. Zwei Wohngebäude und eine Scheune brannten völlig nieder. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest.

An mehreren Gebäuden des Hofes waren am Mittwoch gleichzeitig Brände ausgebrochen. Anwohner hatten die Rettungskräfte verständigt und sich zum Brandort begeben. Dort beobachteten sie, wie der Mann auf einen anderen einschlug. Nur durch ihr Einschreiten konnte der Angreifer von weiteren Schlägen abgehalten werden und verließ den Brandort, teilte die Polizei weiter mit. Wenig später wurde er gefasst. Möglicherweise war ein Familienstreit Auslöser für die mutmaßliche Brandstiftung. Das werde derzeit noch ermittelt, so die Polizei.

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