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Verdächtiger flüchtet bei SEK-Einsatz vom Balkon im 4. Stock

09.07.2020 - Mit Gewalt dringt die Polizei in eine Wohnung in Delitzsch. Sie sucht einen 25-Jährigen, der vor drei Monaten in der Leipziger Eisenbahnstraße Schüsse abgeben und einen Mann verletzt haben soll. Dem Tatverdächtigen gelingt eine spektakuläre Flucht.

  • Ein Fahrzeug der Polizei ist mit Blaulicht im Einsatz. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Fahrzeug der Polizei ist mit Blaulicht im Einsatz. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vor drei Monaten war bei Schüssen in der Leipziger Eisenbahnstraße ein Mann schwer verletzt worden - jetzt ist der Polizei ein Tatverdächtiger knapp entwischt. Mit einem Großaufgebot und Kräften des Spezialeinsatzkommandos waren am frühen Donnerstagmorgen Ermittler in Delitzsch in eine Wohnung eingedrungen, in der sie den mutmaßlichen Schützen vermuteten, wie die Polizei mitteilte.

In der Wohnung wurden zwar drei Männer angetroffen, der Tatverdächtige war aber bereits über den Balkon im 4. Stockwerk geflüchtet. Genaue Angaben wie der Mann aus dieser Höhe entwischen konnte und warum die Einsatzkräfte den rückwärtigen Bereich der Wohnanlage nicht ausreichend gesichert hatten, machte die Polizei zunächst nicht.

Mithilfe von Fährtenhunden, zahlreichen Einsatzkräften und auch mit einem Hubschrauber wurde nach dem 25-Jährigen, dem versuchter Totschlag vorgeworfen wird, gesucht - bis zum Nachmittag erfolglos. Zudem durchsuchten die Ermittler die Wohnung, in der sich der Mann aufgehalten hatte. Eine Schusswaffe wurde nach Angaben der Polizei dort aber nicht gefunden.

Am Nachmittag startete die Polizei eine öffentliche Fahndung. Darin bitten die Ermittler um Mithilfe und warnen davor, dass der Mann möglicherweise bewaffnet ist. Er wird als etwa 1,80 Meter groß und mit kurzen schwarzen Haaren beschrieben und spricht arabisch. Bei seiner Flucht hatte er laut Polizei keine Schuhe an und trug knielange rote Shorts mit weißen Seitenstreifen und ein dunkles Oberteil mit langen Ärmeln.

Im April waren Schüsse in der Leipziger Eisenbahnstraße gefallen. Ein 47-Jähriger war kurz darauf mit schweren Halsverletzungen entdeckt worden. Laut Polizei gilt der Mann jedoch als Zufallsopfer. Genauere Hintergründe zur damaligen Tat wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen.

Die Eisenbahnstraße gilt als Kriminalitätsschwerpunkt in Leipzig - im November 2018 wurde in dem Gebiet eine Waffenverbotszone eingerichtet. Sie soll die Sicherheit in der Gegend erhöhen. Messer, Reizgas und Schreckschusspistolen dürfen in dem Areal nicht getragen werden und die Polizei darf verdachtsunabhängig kontrollieren.

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