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Nachfrage nach Ausbildungsstellen in Sachsen sinkt

19.01.2020 - Der drohende Fachkräftemangel wird schon bei der Ausbildung deutlich. Auf der Bildungs- und Jobmesse «Karriere Start» wirbt Sachsen deshalb um den Nachwuchs - etwa mit Virtual Reality.

  • Martin Dulig (SPD), Sachsens Wirtschaftsminister. Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Martin Dulig (SPD), Sachsens Wirtschaftsminister. Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden (dpa/sn) - Die sächsischen Betriebe registrieren eine sinkende Nachfrage nach Lehrstellen. «Den Wandel des Ausbildungsmarktes in Sachsen von einem Angebots- in einen Nachfragemarkt bekommen die meisten Unternehmen mehr und mehr zu spüren», teilte das Wirtschaftsministerium am Sonntag in Dresden mit. Während das Angebot im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben sei, habe sich die Nachfrage verringert. Die Bundesagentur für Arbeit meldete 21 146 Bewerber (-5,3 Prozent) und 21 562 Ausbildungsstellen. Die Zahl unbesetzter Stellen sei zwar um 13,1 Prozent gesunken, die Anzahl unversorgter junger Leute aber um 17,2 Prozent gestiegen. Die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge ging den Angaben zufolge leicht zurück.

«Die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung liegt mir besonders am Herzen. Mit einer Ausbildung stehen den jungen Menschen in Sachsen alle Türen offen. Also: erst Ausbildung, dann Karriere», erklärte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) und zielte damit auf die Messe «Karriere Start» ab, die am kommenden Freitag in der Messe Dresden beginnt und bis Sonntag dauert. Dabei setzt das Wirtschaftsministerium als Aussteller auf moderne Technik. «Mit Hilfe von VR-Brillen können Schüler virtuell und doch hautnah die Berufswelt im Zeitraffermodus erkunden. In dreiminütigen Filmen werden im 360 Grad-Modus 15 Berufe - vom Altenpfleger über Tischler und Dachdecker bis zum Zahntechniker - vorgestellt», hieß es.

Dulig machte zudem auf die Bedeutung der Weiterbildung aufmerksam: «Wir erleben gerade eine besonders rasante Veränderung von Erwerbsformen und Erwerbsverläufen sowie von ganzen Berufsbildern. Die Arbeit der Zukunft wird qualifikationsintensiver - eine Berufsausbildung oder ein Studienabschluss werden sehr oft nicht ausreichen für ein gesamtes Arbeitsleben.» Deshalb unterstütze man mit «Weiterbildungsschecks» ganz direkt den Einzelnen - unabhängig von Arbeitgeber und Beschäftigungsverhältnis - sowie kleine und mittlere Unternehmen bei der betrieblichen Weiterbildung. Individuell werden Maßnahmen der Weiterbildung mit bis zu 80 Prozent gefördert, bei betrieblichen Maßnahmen sind es bis zu 50 Prozent der Kosten.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß aus dem Erzgebirge sprach sich dafür aus, die Abbrecherzahl bei den Lehrlingen zu senken. «Wir können es uns nicht mehr leisten, dass in Sachsen jedes vierte Ausbildungsverhältnis vorzeitig beendet wird», sagte der Landeschef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA). Man brauche eine höhere Wertschätzung für die Oberschulen und die duale Ausbildung. Es sei ein Holzweg, ständig die Zahl der Abiturienten erhöhen zu wollen.

Zur Messe «Karriere Start» werden rund 35 000 Besucher erwartet. Unter dem Slogan «Zukunft selbst gestalten» will die Messe alle für den Arbeitsmarkt relevanten Themen zusammenfassen. Auch über Existenzgründungen kann man sich informieren. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will die Messe eröffnen.

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