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Null Bewegung bei Werner: Nagelsmann plant mit dem Stürmer

03.07.2019 - Die neue Saison ist gestartet und Timo Werner, der aufgrund seiner Nationalelf-Einsätze später in den Sommerurlaub gegangen ist, gehört immer noch zum Kader von RB Leipzig. Neu-Trainer Nagelsmann plant mit dem Stürmer. Die einst geforderte Ablösesumme kann RB verschmerzen.

  • Timo Werner von Leipzig beim Aufwärmen. Foto: Jan Woitas/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Timo Werner von Leipzig beim Aufwärmen. Foto: Jan Woitas/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Leipzig (dpa) - Das Gegenteil der Wunsch-Konstellation von RB Leipzig nimmt immer mehr Gestalt an. Das letzte Vertragsjahr von Timo Werner hat begonnen und der Nationalspieler noch immer kein neues Arbeitspapier unterschrieben. Der neue Trainer Julian Nagelsmann bekräftigte noch vor dem offiziellen Trainingsstart am Montag seinen Standpunkt in der Causa und plant mit dem 23-Jährigen. Die Clubbosse müssen sich deshalb vermutlich damit abfinden, dass ihnen eine Ablösesumme von rund 40 Millionen Euro entgehen wird.

Wie die «Sport Bild» (Mittwoch) berichtete, hat Nagelsmann im Urlaub ein persönliches Gespräch mit dem Angreifer sowie auch dessen Berater Karlheinz Förster geführt. Dabei soll er Werner versichert haben, dass er weiterhin als Stammspieler eine wichtige Rolle im System spiele. Dafür soll der Cheftrainer auch die Rückendeckung von Vereinschef Oliver Mintzlaff haben.

Dieser und auch der ehemalige Sportdirektor Ralf Rangnick hatten öffentlich bis auf eine Ausnahme immer wieder für eine andere Lösung plädiert. Rangnick, der seit vergangenem Montag als «Head of Sport und Development Soccer» bei Red Bull arbeitet, hatte auch Konfliktpotenzial mit den Anhängern ausgemacht. Es sei keine gute Idee Werner, in ein letztes Vertragsjahr zu gehen. «Das könnte, je nachdem, wie seine Leistung ausfällt, auch schwierig werden mit den Fans, was sehr schade wäre, weil er sich bei uns zu einem Publikumsliebling entwickelt hat», hatte Rangnick gesagt.

Der Wunsch des Champions-League-Starters, für Werner in diesem Sommer eine handelsübliche Ablösesumme zu bekommen, wird aber voraussichtlich nicht aufgehen. Rangnick hatte schon Ende 2017 begonnen, Werner zu einer vorzeitigen Vertragsverlängerung zu bewegen. Ein Entwurf, den RB dem Angreifer zu Beginn dieses Jahres vorlegte, führte auch nicht zur erhofften Unterschrift des Stürmers, der 2016 vom VfB Stuttgart für 14 Millionen Euro nach Sachsen gewechselt war.

Rangnick pochte immer wieder auf einen finanziellen Ausgleich im Fall Werner, der bei RB auch zum Nationalspieler wurde. «Ich finde, wenn es jemals einen Verein gab, der ein Recht hat auf eine Ausbildungsentschädigung, dann ist das hier der Fall», sagte er. RB hätte als Wegbegleiter und Dienstleister «entscheidenden Anteil» an Werners Entwicklung. Einmal allerdings räumte auch Rangnick ein, dass ein Verbleib Werners auch ohne neuen Vertrag bis Ende Juni 2020 möglich sei - wenn auch «kein Wunschszenario». Klar ist, dass RB den Spieler nicht gegen seinen Willen aus einem laufenden Vertrag heraus verkaufen kann.

Immer wieder schob Rangnick das immer leidiger werdende Transferthema auf die Zeit nach dem Pokalfinale Ende Mai gegen den FC Bayern München, dem möglichen Interessenten im Langzeit-Poker.

16 Bundesliga-Tore hatte Werner in der abgelaufenen Spielzeit erzielt, insgesamt waren es 50 Treffer in 93 Ligaspielen für RB. «Wenn man in Deutschland bei RB Leipzig spielt und in Deutschland bleiben will, gibt es nur einen Verein, zu dem man wechseln kann», hatte Werner Ende des Vorjahres zu seinen Zukunftsplänen gesagt - und den FC Bayern gemeint. Berater Förster soll sich laut Medienberichten mit dem Rekordmeister über einen Werner-Wechsel einig sein. Das Werben der Münchner ließ zuletzt aber offensichtlich deutlich nach.

Selbst die Vertretung der Profi-Fußballer hatte sich eingeschaltet und Werner den Rücken gestärkt. Der Europa-Generalsekretär Jonas Baer-Hoffmann von der internationalen Spielergewerkschaft FIFPRO kritisierte die Äußerungen von RB, dass der Nationalstürmer entweder verlängern oder für eine Ablösesumme den Verein in diesem Sommer verlassen soll. «Spieler haben selbstverständlich das Anrecht, dass ihre Verträge von Seiten der Vereine eingehalten werden», sagte Jonas Baer-Hoffmann bei Sky Sport News HD.

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