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Parteien beziehen in Dresden Stellung zu Wahlergebnissen

27.05.2019 - Sachsens Spitzenpolitiker sind nach den Europa- und Kommunalwahlen weitgehend auf Tauchstation gegangen. Viele müssen wohl die herben Verluste verkraften. Welche Schlüsse ziehen die Parteien aus dem Wahlergebnis?

  • Alexander Dierks (CDU) hebt die Hände. Foto: Robert Michael/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Alexander Dierks (CDU) hebt die Hände. Foto: Robert Michael/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kamenz (dpa/sn) - Nach den Europa- und Kommunalwahlen in Sachsen wird am Montagvormittag die Einschätzung und Analyse sämtlicher Parteien zum Ausgang der Wahl erwartet. In Dresden will sich zunächst CDU-Generalsekretär Alexander Dierks äußern. Er hatte bereits am Sonntag von einem «bitteren Ergebnis» für seine Partei gesprochen. Bei der Europawahl musste die sächsische Union herbe Verluste hinnehmen: Sie kam auf 23 Prozent der Stimmen, 2014 waren es noch 34,5 Prozent.

Die CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) in Sachsen hatte auch die Bundespartei für die Wahlschlappe verantwortlich gemacht. «Die Bundes-CDU hat über Jahre ihre Kernwählerschaft und vor allem gerade die Mittelständler konsequent ignoriert, dafür haben wir heute die Quittung bekommen», erklärte MIT-Landeschef Markus Reichel in Leipzig.

Zum Abschneiden der AfD will sich am Montag der sächsische Landesvorsitzende Jörg Urban äußern. Seine Partei ging bei der Europawahl in Sachsen als stärkste Kraft hervor, laut vorläufigem Endergebnis kamen die Rechtspopulisten auf 25,3 der Stimmen im Freistaat - ein deutliches Plus im Vergleich zu 2014. Die Linke rangierte mit 11,7 Prozent auf dem dritten Platz und verlor ebenfalls Stimmen, die SPD hat mit aktuell 8,6 Prozent ebenfalls drastisch an Stimmen eingebüßt (2014: 15,6 Prozent). Für die Grünen standen 10,3 Prozent und damit ein Plus zu Buche, die FDP kam auf 4,7 Prozent.

Bei den meisten Kreistagswahlen hingegen holten die Christdemokraten nach einem Zwischenstand in den meisten Landkreisen einen Großteil der Stimmen - darunter im Vogtland, im Erzgebirge, Mittelsachsen und in den Landkreisen Zwickau und Bautzen. In den Landkreisen Görlitz und Meißen hatte die AfD vor der CDU die Nase vorn. Allerdings waren weit nach Mitternacht längst nicht alle Bezirke ausgezählt, auch in einigen Gemeinden war der Ausgang offen. In Leipzig gewannen die Linken trotz Verlusten, in Dresden zogen die Grünen in einem Zwischenergebnis an der AfD vorbei. Die CDU konnte in Chemnitz die Stadtratswahl mit einem vorläufigen Endergebnis von 19,9 Prozent für sich entscheiden.

Die Wahlbeteiligung lag bei der Europawahl mit 68,6 Prozent deutlich höher als 2014: Damals hatten 49,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

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