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Polizei warnt vor Leichtsinn im Umgang mit Feuerwerkskörpern

27.12.2019 - Viele können es kaum erwarten, Silvester mit einem bunten Feuerwerk zu begrüßen. Böller-Verbote gibt es in den sächsischen Großstädten nicht. Damit nichts passiert, sollte aber einiges beachtet werden.

  • Illegale Feuerwerkskörper liegen in einem Sicherheitscontainer vom Hauptzollamt. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Illegale Feuerwerkskörper liegen in einem Sicherheitscontainer vom Hauptzollamt. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden (dpa/sn) - Wenige Tage vor Silvester hat die Polizei vor unerlaubtem oder unsachgemäßem Umgang mit Feuerwerkskörpern gewarnt. Dieser könne weitreichende Folgen haben bis hin zur Strafanzeige, Gerichtsverfahren und Verurteilung, teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Freitag in Dresden mit. Lande eine fehlgeleitete Rakete auf dem Schuppen des Nachbarn oder komme jemand durch einen Knallkörper zu Schaden, könne sich die Schadenersatz-Zahlung durchaus auf mehrere tausend Euro belaufen, hieß es. Auch Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) rief zu einem vorsichtigen Umgang mit Böllern und Raketen auf. «Feuerwerk ist Sprengstoff - daran sollte man stets denken.»

Der Verkauf von Feuerwerkskörpern geht in diesem Jahr vom 28. bis zum 31. Dezember. Verbraucher sollten den Angaben zufolge auf eine Zulassung durch die CE-Kennzeichnung achten. Gezündet werden dürfen die Raketen und Böller allerdings nur an Silvester und am Neujahrstag. Grundsätzlich können laut Ministerium Städte und Gemeinden Feuerwerke zeitlich oder räumlich weiter eingrenzen oder auch vollständig untersagen. Trotz Verbotsbemühungen von Umweltschützern bleiben Böller und Raketen zum Jahreswechsel in weiten Teilen Deutschlands erlaubt. Auch in den Großstädten Dresden, Leipzig und Chemnitz gelten zu Silvester keine Böllerverbote.

Die Umweltschutzorganisation BUND Sachsen kritisierte die Müllberge und die Belastung durch Feinstaub und sprach sich für öffentliche Pyro-Spektakel statt für privates Böllern aus. «Dabei geht es uns nicht um ein totales Verbot des Silvesterfeuerwerks, sondern um eine angemessene Form, um den Start ins neue Jahr zu feiern», so Vorsitzender Felix Ekardt. Gemeinden sollten etwa auf Feuerwerk an jeder Straßenecke verzichten und stattdessen auf öffentliche Höhenfeuerwerke setzen.

Für die pyrotechnische Industrie unterdessen ist Silvester ein großes Geschäft: Zum Jahreswechsel erwartet der Branchenverband bundesweit 133 Millionen Euro Umsatz - etwa so viel wie im Vorjahr. Das weitaus Meiste wird laut Pyrotechnikhersteller Weco an den letzten drei Tagen des Jahres verkauft. Das Unternehmen aus Eitorf (NRW) fertigt nach eigenen Angaben jährlich mehr als 20 Millionen Silvesterraketen, allein 8 Millionen im sächsischen Freiberg. Der Trend gehe hin zu sogenannten Batteriefeuerwerken. Angesagt seien zudem Farbkombinationen in Gold und Blau. «Wir müssen immer wieder Neuheiten bringen», sagte Weco-Sprecher Oliver Gerstmeier der dpa.

Beim Kauf pyrotechnischer Erzeugnisse sollte laut LKA auf deren Zulässigkeit geachtet werden. Wer nicht geprüfte Feuerwerkskörper verwende, gefährde nicht nur andere, sondern vor allem sich selbst. Aufgrund der enthaltenen Stoffgemische könnten selbst kleine Knallkörper eine «verheerende Wirkung» entfalten. Gerade die im Internet oder auf Straßenmärkten in Tschechien oder Polen angebotenen Kugel- und Zylinderbomben seien gefährlich, hieß es.

Zum vergangenen Jahreswechsel wurden in Sachsen zwischen Dezember 2018 und Januar 2019 insgesamt 712 Straftaten im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern registriert - ein Rückgang um 67 Fälle. Den Hauptteil machten demnach Sachbeschädigungen aus, die Anzahl der Fälle mit gefährlicher und schwerer Körperverletzung sank von 35 auf 22 Fälle.

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