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Projekt Elefantenbaby stockt: Zucht in Dresden ohne Erfolg

26.09.2020 - «Glücklicher Krieger» war 2006 der erste neugeborene Elefant überhaupt im Dresdner Zoo. Seit Jahren plant der Tierpark weiteren Elefantennachwuchs - doch jetzt zieht der nächste Bulle um, ohne dass Nachwuchs in Sicht ist.

  • Ein Elefant frisst in seinem Gehege im Dresdener Zoo die Äste einer Fichte. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Elefant frisst in seinem Gehege im Dresdener Zoo die Äste einer Fichte. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die ambitionierte Elefantenzucht im Dresdner Zoo hat einen Dämpfer bekommen. Nach zwei Jahren wird der potente Bulle Tembo aus Berlin den Tierpark in der Elbestadt demnächst in Richtung Wien (Österreich) verlassen. «Der Versuch ist nicht geglückt», sagt der Zoologische Leiter Wolfgang Ludwig. Die Kühe der Dresdner Herde wurden nicht trächtig. An der Chemie hat es offenbar nicht gelegen. «Sie haben regelmäßig kopuliert.»

Warum es dennoch nicht geklappt hat, ist unklar. Um das in der verbleibenden Zeit herauszufinden, fehle ein Tierarzt. Nun sind vor allem die Pfleger, die mit den Elefanten arbeiten, enttäuscht. «Wir würden den Bullen gern behalten», sagt Ludwig. Immerhin hat der aus Simbabwe stammende Tembo schon sieben Jungtiere gezeugt. Und der 35-Jährige fühlt sich wohl in der Dresdner Elefanten-WG mit Drumbo, Mogli und Sawu.

Seit Thabo-Umasai, dem Kalb von Drumbo, hoffen die Dresdner auf einen weiteren Zuchterfolg. «Glücklicher Krieger», wie er in der afrikanischen Tswana-Sprache hieß, war 2006 der erste «Minifant» in der 144-jährigen Geschichte der Anlage. Mit Drumbos Schwangerschaft war 2004 die erste künstliche Befruchtung eines Zoo-Elefanten in Deutschland geglückt. Das Jungtier musste 2011 abgegeben werden, weil der Zoo damals keine ausgewachsenen Bullen halten konnte. Das ist erst seit dem Umbau des Afrikahauses 2018 möglich.

Ob es eine neue Chance mit einem anderen Elefanten gibt, ist offen. «Für den Zoo wäre es schön, wenn noch Jungtiere kämen», sagt Ludwig. Er würde es auch den beiden Dickhäute-Damen wünschen, denen die Erfahrung der Mutterschaft noch fehlt. Mit Mitte 20 sind sie in einem Alter, «wo man dranbleiben muss und jedes Jahr, wenn nicht jeder Monat zählen». Das wäre laut Ludwig auch für die Population Afrikanischer Elefanten in Zoos überhaupt wichtig. «Eine Garantie gibt es natürlich nie.»

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