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Protest in Schwarz: Friseure und Kosmetiker fordern Hilfen

21.01.2021 - Mit einem stillen Protest haben etwa Hundert schwarz gekleidete Friseure, Kosmetiker und Kunden am Donnerstag in Dresden auf die prekäre Lage durch die Corona-Pandemie aufmerksam gemacht. Viele hatten Frisierpuppen mit ans Elbufer gebracht, die - wie sie selbst - Mundschutz trugen. «Wir fordern, dass die versprochene Hilfe ganz schnell an die Unternehmen ausgezahlt wird, deren Liquidität leidet», sagte die Geschäftsführerin der Friseurinnung Dresden, Beatrice Kade-Günther. Sie sprach von einer «katastrophalen Situation».

  • Die Silhoutte eines Friseurs mit Gesichtschutzschild ist zu sehen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Silhoutte eines Friseurs mit Gesichtschutzschild ist zu sehen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach ihren Angaben haben viele der über Wochen geschlossenen Betriebe bisher keine oder nur einen Bruchteil der zugesagten wirtschaftlichen Hilfsgelder bekommen. Zudem fehlten Perspektiven und Strategien für den weiteren Verlauf der Pandemie nach dem 14. Februar, bis zu dem der aktuelle Lockdown dauern soll.

Laut Kade-Günther sind einige Betriebe bereits in Existenznot, immer mehr Salons drohe die Filialschließung und Entlassung von Mitarbeitern. «Es gibt Unternehmer, die schon Hartz IV beantragen mussten.» Corona gefährde auch die Ausbildung und verschärfe damit den Fachkräftemangel in der Branche. «Und der Lockdown befördert die Schwarzarbeit.» Am Freitag schicken die Betroffenen selbst gestaltete Trauerkarten zur Staatskanzlei, kündigte Kade-Günther an, «für das beginnende Salonsterben».

Im Freistaat gibt es aktuell nach Angaben des Sächsischen Handwerkstages knapp 4000 Friseurbetriebe mit etwa 20 000 Beschäftigten und rund 2600 Kosmetikbetriebe mit etwa 7500 Beschäftigten.

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