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RB Leipzig: Rangnick vor Abschied, Klauß nach Nürnberg

30.07.2020 - Der Architekt geht, ein Co-Trainer auch, zudem verließen ein Physiotherapeut und ein Videoanalyst RB Leipzig. Die Mannschaft hinter der Mannschaft stellt sich bei den Sachsen gerade neu auf.

  • Ralf Rangnick gibt vor einem Spiel ein Interview. Foto: Jan Woitas/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ralf Rangnick gibt vor einem Spiel ein Interview. Foto: Jan Woitas/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im zweiten Jahr der Ära Julian Nagelsmann herrscht bei Fußball-Bundesligist RB Leipzig munteres Stühlerücken. Ralf Rangnick steht nach übereinstimmenden Medienberichten kurz vor dem Abschied, Co-Trainer Robert Klauß übernimmt künftig die Chefrolle beim 1. FC Nürnberg. Das bestätigte RB am Donnerstagnachmittag. Zuerst hatte die «Bild» darüber berichtet.

Viel schwerer als der Abschied von Klauß dürfte das endgültige Aus von RB-Architekt Rangnick wiegen. Der Red-Bull-Konzern und der 62-Jährige befinden sich in finalen Gesprächen über die Auflösung seines bis 2021 laufenden Vertrags als «Head of Sport and Development Soccer». Es läuft alles auf ein dann doch abruptes Ende des schleichenden Abschieds hinaus.

Drei Aufstiege, eine Vize-Meisterschaft, das Pokalfinale 2019 und zwei Qualifikationen für die Champions League feierte Rangnick als Angestellter des RB-Imperiums. Doch schon der Wechsel weg von Leipzig zum Berater-Posten für die Standorte in Brasilien und New York vor einem Jahr waren der Anfang vom Ende. Mit dem AC Mailand hatte der angesehene Trainer lange eine Exit-Option in der Hinterhand. Die zerschlug sich allerdings in der vergangenen Woche.

Rangnick bleibt zwar in Leipzig wohnen, hat von seiner Terrasse aus immer das Stadion im Blick. Doch seine Aufgaben wird er sich zunächst in seiner Bildungsstiftung suchen. Ausgelastet ist der strebsame Fußball-Entwickler damit natürlich nicht. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Rangnick ins Fußball-Geschäft zurückkehrt.

Am anderen Ende der Laufbahn steht Robert Klauß. Der Musterschüler der RB-Akademie schloss den Fußballlehrer 2018 als Jahrgangsbester ab, arbeitete sich intern Schritt für Schritt nach oben. Der 35-Jährige kickte als Spieler für den SSV Markranstädt, aus dem Red Bull später RB Leipzig machte. Als Trainer arbeitete sich Klauß durch die Jugend-Posten hoch bis zum Assistenten von Rangnick und Nagelsmann.

Sein Vertrag hatte eigentlich noch bis 2021 Gültigkeit. Doch die Aufgabe beim Traditionsclub dürfte für ihn den größeren Reiz haben. Zuletzt hatten die Franken nur knapp den Absturz in die Drittklassigkeit vermieden. Der neue Sportvorstand Dieter Hecking wagt nun den Schritt mit dem aufstrebenden Klauß. «Robert Klauß konnte bei RB Leipzig auf hohem Niveau Erfahrung sammeln und hat sich hervorragend entwickelt. Es kommt daher nicht überraschend, dass er das Interesse von anderen Vereinen geweckt hat», sagte RB-Sportdirektor Markus Krösche.

Leipzig hatte zwar jüngst mit Dino Toppmöller einen weiteren Co-Trainer verpflichtet, daraufhin war allerdings Moritz Volz mit der Aufgabe betreut worden, sich mehr um die Schnittstelle zwischen Nachwuchs und Profis zu kümmern. Nun muss eventuell wieder umgedacht werden.

Gleiches gilt für andere Bereiche. Nach dem langjährigen Physiotherapeuten Alexander Sekora verlässt auch Videoanalyst Daniel Ackermann den Club nach zehn Jahren. Das berichtete die «Leipziger Volkszeitung». Schon beim Testspiel am Donnerstag gegen den VfL Wolfsburg war Ackermann nicht mehr dabei.

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