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Reisebranche demonstriert in Dresden: Linke will mehr Hilfe

20.05.2020 - «Der Sachse liebt das Reisen sehr ...», heißt es in einem Hit aus DDR-Zeiten. Momentan wird diese Liebe allerdings stark auf die Probe gestellt. Die Branche schlägt Alarm.

  • Dresdner Reisebüros, Reiseveranstalter, Touristiker und Omnibusbetriebe demonstrieren. Foto: Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dresdner Reisebüros, Reiseveranstalter, Touristiker und Omnibusbetriebe demonstrieren. Foto: Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Reisebranche ist am Mittwoch in Dresden erneut für eine bessere staatliche Unterstützung in der Corona-Krise auf die Straße gegangen. An der Demonstration in der Innenstadt beteiligten sich mehr als 200 Branchenvertreter aus dem Raum Dresden mit Plakaten und Trillerpfeifen. Etwa 30 Reisebusse bildeten einen Konvoi.

Auf Schildern standen Slogans wie «Rettet Reisebüros» oder «Wir lieben Reisen - Ihr auch?». An der Aktion beteiligten sich Inhaber von Reisebüros, Busunternehmen sowie Reiseleiter und Stadtführer. «Jetzt geht es um den Erhalt der Reisewirtschaft, einen Rettungsschirm für die gesamte Touristik und nicht rückzahlbaren Finanzhilfen für uns», hatte Organisatorin Birgit Büttner im Vorfeld gesagt.

Reise- und Touristik-Unternehmen gehören neben der Gastronomie und dem Luftverkehr zu den Firmen, die am schwersten von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen sind. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens führten bei vielen zu drastischen Umsatzeinbrüchen. Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) hatte unlängst vorgerechnet, dass die Branche in Sachsen infolge der Corona- Beschränkungen jede Woche 140 Millionen Euro Verlust macht. Im März und April habe sich dieser auf rund 1,2 Milliarden Euro summiert.

Die Linke mahnte am Mittwoch eine bessere Unterstützung für kleine und mittelständische Touristik-Unternehmen an. «In Sachsen müssen nicht Lufthansa und TUI gerettet werden, sondern kleine und mittelgroße Reiseveranstalter und Hotels», erklärte die Politikerin Antje Feiks. Sie warf Klepsch vor, zu wenig für die Unternehmen zu tun.

In Sachsen gebe es «noch immer keine echten Zuschüsse, sondern lediglich Darlehen, die Probleme nur aufschieben», kritisierte Feiks. «Das Versprechen, dass die «Sachsen hilft sofort»- Kredite in Zuschüsse umgewandelt werden können, ist immer noch nicht abgesichert. Es mehren sich Aussagen, dass nur maximal ein Fünftel erlassen werden soll.»

Feiks erinnerte daran, welchen Stellenwert die Branche in Sachsen besitzt. «Keine Imagekampagne nach dem Motto «So geht sächsisch» wird uns retten, wenn im großen Stil Angebote wegbrechen», sagte die Politikerin. Es könne nicht sein, dass milliardenschwere Konzerne Steuergeld bekämen, während das Reisebüro um die Ecke pleite gehe.

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