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Rekord: Arbeitslosenquote fällt erstmals auf 5,3 Prozent

01.07.2019 - Noch nie seit der Wende waren in Sachsen weniger Menschen ohne Arbeit als jetzt. Grund dafür ist die weiter stabile Wirtschaftslage im Freistaat. Immer noch gibt es tausende freie Stellen.

  • Das Logo vom Jobcenter des Landratsamtes Bautzen spiegelt sich am Eingang. Foto: Jens Kalaene/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo vom Jobcenter des Landratsamtes Bautzen spiegelt sich am Eingang. Foto: Jens Kalaene/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Chemnitz (dpa/sn) - In Sachsen ist die Arbeitslosigkeit auf einen historischen Tiefstand gefallen. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Montag in Chemnitz mitteilte, waren im Juni 112 000 Männer und Frauen erwerbslos. Gegenüber dem Vormonat ist das ein Minus von 2600. Die Arbeitslosenquote sank im gleichen Zeitraum von 5,4 auf 5,3 Prozent.

Laut Regionaldirektionssprecher Frank Vollgold sind sowohl die Zahl der Arbeitslosen als auch die Quote jeweils der niedrigste Wert in Sachsen seit Erfassung der Daten im Januar 1991.

Im Vergleich zum Juni 2018 ist der Rückgang noch deutlicher: Vor Jahresfrist waren bei einer Quote von 5,9 Prozent noch fast 123 000 ohne Job.

Die Arbeitsagentur nennt als Grund für den erneuten Rückgang der Arbeitslosigkeit den stabilen Arbeitsmarkt. «Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Beschäftigung steigt und die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen befindet sich auf hohem Niveau», sagte Reinhilde Willems, stellvertretende Geschäftsführerin der Regionaldirektion.

Mehr als 38 400 Stellen und damit fast 500 mehr als im Vormonat sind in Sachsen unbesetzt. «85,1 Prozent aller freien Stellen können in Vollzeit und 89,5 Prozent unbefristet besetzt werden», teilte die Regionaldirektion mit.

Die reale Zahl der Arbeitslosen verringerte sich von gut 163 000 im Mai auf rund 161 500. Die sogenannte Unterbeschäftigung erfasst nicht nur die Menschen, die arbeitslos gemeldet waren, sondern auch Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie Weiterbildungen und jene, die aus anderen Gründe wie Krankheit nicht für die Jobvermittlungen zur Verfügung standen.

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