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Rektor der Polizei-Hochschule im Amt: Reform der Ausbildung

20.09.2019 - Sachsens Polizei möchte bei den Auswahlverfahren für den Nachwuchs künftig mehr Wert auf Haltung und Charakter von Bewerbern legen. Für die Ausbildung ist eine Fachhochschule in Ostsachsen zuständig.

  • In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rothenburg (dpa/sn) - Die Hochschule der sächsischen Polizei (FH) hat seit Freitag auch offiziell einen neuen Rektor. Der 50 Jahre alte Carsten Kaempf wurde am Vormittag feierlich in sein Amt eingeführt. Er hatte den Posten im Juli bereits kommissarisch übernommen. Unter seiner Leitung soll die Aus- und Fortbildung der Polizisten umfassend reformiert werden. «Sachsen braucht tatkräftige und beherzte Polizisten mit Haltung», erklärte Innenminister Roland Wöller (CDU). Gute Polizeiarbeit setze eine fundierte Aus- und Fortbildung voraus. Sie müsse stets auch den gesellschaftlichen Wandel im Blick behalten.

Nach Angaben des Innenministeriums sei das Ziel, alle Fragen der Aus- und Fortbildung in einer Hand zu bündeln. Deshalb würden die Zuständigkeiten der Polizeifachhochschule, der drei Polizeifachschulen sowie der Fortbildungseinrichtungen in Bautzen und Dommitzsch in einer Verantwortung zusammengeführt. Zudem werde eine neue Polizeidirektion Aus- und Fortbildung entstehen. Deren Aufbaustab wird ebenfalls durch Rektor Carsten Kaempf geleitet.

Die Hochschule der Sächsischen Polizei befindet sich in Rothenburg an der Grenze zu Polen. Im Herbst war sie in die Schlagzeilen geraten, weil es Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit Prüfungen gab. Ein Beamter soll den Studenten Prüfungsaufgaben weitergegeben haben. Das Innenministerium setzte eine Kommission zur Überprüfung der Ausbildung in Rothenburg ein. Sie legte im Frühsommer 90 Empfehlungen vor. Die Bündelung der Aufgaben in einer Hand war eine davon.

Laut Innenministerium werden in den kommenden Jahren an den beiden Hochschulstandorten Rothenburg und Bautzen rund 100 Millionen Euro investiert. Damit soll unter anderem eine neue IT-Infrastruktur geschaffen werden. Zudem ist ein Institut für Polizei- und Sicherheitsforschung eine Aufwertung geplant.

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