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Rassistischer Angriff auf Rollstuhlfahrer in Chemnitz

17.09.2019 - Ein Rollstuhlfahrer aus Libyen ist in Chemnitz angegriffen und rassistisch beleidigt worden. Der mutmaßliche Täter ist der Polizei bereits bekannt - als rechtsmotivierter Täter.

  • Das Blaulicht eines Polizei-Einsatzfahrzeuges leuchtet. Foto: Marcus Führer/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Blaulicht eines Polizei-Einsatzfahrzeuges leuchtet. Foto: Marcus Führer/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Chemnitz (dpa) - Ein als rechtsradikal bekannter junger Mann hat in Chemnitz einen 31-jährigen Rollstuhlfahrer aus Libyen geschlagen und rassistisch beleidigt. Der 22 Jahre alte Verdächtige hat das Opfer nach ersten Ermittlungen in der Nacht zum Sonntag aus dem Rollstuhl gestoßen und attackiert, wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte. Der Libyer wurde leicht verletzt. Der genaue Tathergang werde noch ermittelt. Zunächst hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

«Der Tatverdächtige ist in der Polizei bekannt im Zusammenhang mit Körperverletzungsdelikten und rechtsmotivierten Straftaten», erklärte der Sprecher. Nach der Attacke auf den Rollstuhlfahrer werde gegen den 22-Jährigen wegen Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Das Opfer wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Eine 29-jährige hatte die Auseinandersetzung gehört und die Polizei gerufen. Das Dezernat Staatsschutz der Chemnitzer Polizei führt die Ermittlungen in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft. Es werden weitere Zeugen gesucht, die Angaben zu dem Angriff im Stadtteil Morgenleite machen können, teilte die Polizei mit.

Der «Bild»-Zeitung sagte das Opfer, mehrere Männer seien auf ihn zugekommen und hätten ihn als «Scheiß-Araber» beschimpft. Kurz darauf habe einer ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen. «Immer wieder, bis ich aus dem Rollstuhl fiel», sagte der Libyer. «Als ich am Boden lag, hat er weiter mit den Füßen auf mich eingetreten.»

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