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Sachsens Kreativbranche und Corona: Kein einheitliches Bild

29.09.2020 - Während die Veranstaltungsbranche wegen der Corona-Auflagen um ihre Existenz bangt, haben andere Kreative inzwischen wieder alle Hände voll zu tun. Das zeigt ein Netzwerktreffen der Branche in Zwickau.

  • Die farbig beleuchtete Discokugel über der Tanzfläche einer geschlossenen Diskothek. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die farbig beleuchtete Discokugel über der Tanzfläche einer geschlossenen Diskothek. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ausgefallene Konzerte, geschlossene Clubs, verschobene Projekte: Sachsens Kreativwirtschaft ist von der Corona-Pandemie hart gebeutelt. Nun hat sich die Branche am Dienstag in Zwickau getroffen, um über Licht- und Schattenseiten der vergangenen Monate zu diskutieren. «Das Bild ist sehr differenziert: Während uns derzeit vor allem der Live-Bereich Sorgen macht, also Konzerte, Tanz oder Theater, haben andere Kreative richtig gut zu tun», sagte Josephine Hage vom Verband Kreatives Sachsen. Vor allem Anbieter in den Bereichen Film und Digitales seien in der Krise gefragter denn je.

Unter der Überschrift «Zurück in die Zukunft» kamen im Zwickauer Audi-Bau 120 Teilnehmer, darunter viele Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer, zur dritten «BetaKonferenz» zusammen. Wo sonst aktuell die 4. Sächsische Landesausstellung läuft, ging es in verschiedenen Diskussionsrunden etwa um die Kunst des Scheiterns, Strategien in Zeiten der Unsicherheit oder die Frage, wie viel Online nach Corona bleibt.

Neben dem Austausch über die vergangenen sechs Monate ging der Blick aber vor allem nach vorn. «Das macht die Kreativbranche aus: dynamisch und flexibel zu reagieren», so Mitorganisatorin Hage. So hätten sich in der Krise beispielsweise kleine und große Akteure aus dem Leipziger Kulturbereich zusammengefunden, die bis dato eher Konkurrenten gewesen seien. Doch wie lange dieses solidarische Miteinander funktioniere, bleibe abzuwarten, so die Einschätzung von Denis Schmidt von Kreatives Leipzig.

«Fest steht, dass das Bewusstsein dafür wächst, dass die Kreativwirtschaft ein Impulsgeber sein kann, gerade auch im ländlichen Raum und in strukturschwachen Regionen wie der Lausitz», ist Sandy Hebel vom Verein Kreative Lausitz überzeugt. Als Eventmanagerin stehe sie trotz Corona vergleichsweise gut da - weil sie schon lange breit aufgestellt sei.

In einer Umfrage, die der Verband für Kultur- und Kreativwirtschaft im März durchführte, befürchtete jeder Fünfte der rund 8000 Befragten Umsatzeinbrüche von mehr als 50 Prozent. Die Hälfte ging von einem Drittel weniger Einnahmen aus. Wie es aktuell tatsächlich aussieht, soll nun eine zweite Befragung im Oktober zeigen.

Laut Kreatives Sachsen sind sachsenweit rund 70 000 Menschen in der Kreativwirtschaft tätig, etwa 30 000 davon als Freiberufler und Selbstständige.

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