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Schmidts Rückkehr: Mit Kaltschnäuzigkeit beim Ex-Club

31.01.2020 - Anderthalb Jahre spielte Patrick Schmidt beim FC Heidenheim. Nun will der Angreifer Dynamo Dresden zum Klassenverbleib schießen. Der Rückkehr zu seinem Stammverein sieht er gelassen entgegen.

  • Fußball: 2. Bundesliga, SG Dynamo Dresden - Karlsruher SC, 19. Spieltag. Dynamos Patrick Schmidt spielt den Ball. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Fußball: 2. Bundesliga, SG Dynamo Dresden - Karlsruher SC, 19. Spieltag. Dynamos Patrick Schmidt spielt den Ball. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden (dpa) - Sein erstes Tor hatte Patrick Schmidt nur um wenige Zentimeter verpasst. Beim erleichternden Sieg gegen Karlsruhe wurde der Versuch des Angreifers in höchster Not von der Linie gekratzt. Das mit dem Tor kann die Winterleihe von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) nachholen. Es wäre sogar ziemlich passend, denn Dynamo reist zum FC Heidenheim - Schmidts Stammverein.

Dem kleinen Rummel um seine schnelle Rückkehr versucht Schmidt zu entkommen. «Ich will den Fokus gar nicht so sehr auf meine Person legen. Ich bin jetzt Spieler von Dynamo Dresden und wir fahren dorthin um was mitzunehmen», sagte 26-Jährige. Besondere Gedanken über das Spiel habe er sich nicht gemacht.

Ob man ihm das abnimmt, sei dahingestellt und auch egal. Denn Schmidt ist nach Dresden gekommen, um seine Karriere wieder in Schwung zu bringen. Die hatte sich lange in den Niederungen des Fußballs abgespielt, aber mit dem Wechsel aus der Regionalliga nach Heidenheim 2018 Fahrt aufgenommen.

In seiner Premieren-Saison stellte Heidenheim-Trainer Frank Schmidt ihn noch 20-mal in die Startelf. In der aktuellen Spielzeit kam er jedoch nur viermal zum Einsatz. Zudem leidet der Angreifer an Ladehemmung. Zuletzt traf Schmidt am 15. September 2018 beim 3:2-Auswärtserfolg des FCH beim Hamburger SV.

Dass er weiß, wo das Tor steht, hat Schmidt zuvor in der Regionalliga bewiesen. Beim 1. FC Saarbrücken erzielte er in 83 Partien 47 Tore. Besser war sein Schnitt nur während seiner zwei Jahre beim FC Homburg, für den Schmidt in 37 Spielen 23 mal traf. «Ich habe länger nicht gespielt, die Kaltschnäuzigkeit kommt mit der Spielpraxis», behauptete der Angreifer.

Dynamos 1:0-Auftaktsieg vom Mittwochabend gegen den KSC war daher sowohl für Schmidt als auch für seinen Arbeitgeber ein Anfang. Beim Tabellenvierten Heidenheim wollen beide nun den nächsten Schritt für die Mission Klassenverbleib machen. Derzeit hat das Schlusslicht Dresden vier Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

Helfen soll dabei - wenn auch noch nicht von Beginn an - Dynamos neuer Stürmer Simon Makienok. Der 29-jährige Däne trainierte am Donnerstag erstmals mit der Mannschaft und habe «erste Duftmarken gesetzt», erklärte Markus Kauczinski. «Simon ist für solche Spiele prädestiniert. So können wir mit einem robusten Spieler nachlegen», sagte Dynamos Coach über den 2,01 Meter großen Angreifer. Kauczinski muss jedoch erneut auf Josef Husbauer (Infekt), Kevin Ehlers (Sprunggelenk), Ex-Kapitän Marco Hartmann (Aufbautraining) und Dzenis Burnic (5. Gelbe Karte) verzichten.

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