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Schüler künftig günstiger mit Bus und Bahn unterwegs

18.01.2021 - Nach langem Ringen soll nun das Bildungsticket in Sachsen kommen: Vom 1. August an können Schüler damit ganztägig kostengünstig innerhalb eines Verkehrsverbundes unterwegs sein, kündigte Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) am Montag an. Es soll höchstens 180 Euro pro Jahr - also 15 Euro pro Monat - kosten. Darauf verständigte sich der Freistaat mit Vertretern der Kommunen und Verkehrsverbünde. Berechtigt sind demnach alle Schüler der allgemeinbildenden Schulen sowie jene an berufsbildenden Schulen - sofern sie keine duale Ausbildung absolvieren. Für sie gibt es bereits das Azubiticket.

  • Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, im Landtag. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, im Landtag. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dulig sprach von einem «wirklichen Durchbruch». Das Bildungsticket, zu dem sich CDU, Grüne und SPD auch im Koalitionsvertrag bekannten, sollte eigentlich zum Schuljahresbeginn 2020/21 eingeführt werden, scheiterte jedoch immer wieder an einer fehlenden Einigung zwischen Verkehrsminister und Zweckverbänden. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums beteiligt sich der Freistaat mit rund 50 Millionen Euro pro Jahr an den Kosten für das Bildungsticket.

Prinzipiell gilt für das Bildungsticket der Verbundraum der Schule. Liegen aber Wohn- und Schulort weit auseinander, könne auch der Wohnort gewählt werden, erklärte Dulig. Die Zweckverbände hätten aber zugesichert, individuelle Lösungen für Schul- und Wohnorte im Bereich von Verbundgrenzen anzustreben.

Zudem kündigte Dulig die Gründung einer Sächsischen Mobilitätsgesellschaft an, die bis Ende 2022 ihre Arbeit aufnehmen soll. Sie soll ihren Sitz im ländlichen Raum haben und sich um eine gemeinsame Strategie für den öffentlichen Nahverkehr sowie übergreifende Aufgaben kümmern. Zudem verständigte sich Dulig mit den Landkreisen und Großstädten auf eine Weiterentwicklung des Plus-Bus-Netzes im Land.

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