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Steinmeier wirbt für Gespräche statt Freund-Feind-Bilder

26.03.2019 - Die Fronten in der Gesellschaft sind bei vielen Streitfragen verhärtet, nicht nur beim Thema Zuwanderung. Der Bundespräsident sieht nur ein Mittel, um sich wieder anzunähern.

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sitzt an einem Tisch mit Bürgern. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sitzt an einem Tisch mit Bürgern. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Leipzig (dpa/sn) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat für mehr Gespräche geworben, um die Gräben in der Gesellschaft zu überbrücken. Der Austausch auch kontroverser Ansichten sei sinnvoll, sagte Steinmeier am Dienstag in Leipzig. Dort hatte er sich am Nachmittag mit 14 Bürgern an eine Kaffeetafel gesetzt, um über die Chancen und Herausforderungen für den Arbeitsmarkt durch Zuwanderung zu sprechen. Auch seine Frau Elke Büdenbender nahm an dem gut zweistündigen Gespräch teil.

«Ich glaube, nicht nur ich habe den Eindruck, dass der Ton in unserer Gesellschaft rauer geworden ist. Es ist keine Selbstverständlichkeit, jedenfalls nicht für jeden, dass Menschen unterschiedlicher Meinung sich als Teil derselben Gesellschaft fühlen. Zu oft und zu schnell wird derjenige, der anderer Meinung ist, als Feind abgestempelt. Das ist nicht zuträglich, nicht der deutschen Gesellschaft und nicht der Demokratie in Deutschland», unterstrich Steinmeier.

Zu seiner Kaffeetafel hatte das Staatsoberhaupt schon an verschiedenen Orten in der Republik eingeladen, zum Beispiel im vorigen November in Chemnitz. «Sowas wünsche ich mir viel häufiger in diesem Land», sagte Steinmeier. Man müsse wegkommen von den Freund-Feind-Zuschreibungen und «wieder gemeinsam miteinander lernen, ins Gespräch zu kommen - selbst über die Dinge, die uns vermeintlich trennen». Das sei das einzige Mittel, um langfristig die Gräben in der Gesellschaft wieder kleiner werden zu lassen.

«Ich glaube, die Erwartung besteht nicht, dass der Bundespräsident diese Gespräche mit 82 Millionen Bundesdeutschen führt», sagte Steinmeier. Zu solchen Runden könnten aber Politiker oder andere Entscheidungsträger einladen. «Wohlgemerkt: Es kommt nicht darauf an, dass ein Gespräch stattfindet, sondern dass in einem solchen Gespräch unterschiedliche Positionen deutlich werden», betonte der Bundespräsident.

Steinmeier war den ganzen Tag in Leipzig unterwegs. Am Morgen hatte er sich in das Goldene Buch der Messestadt eingetragen. Außerdem standen Termine in der Universitätsklinik und im Kunst- und Galeriezentrum Baumwollspinnerei an.

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