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Stiftung Frauenkirche verabschiedet Pfarrer Sebastian Feydt

06.07.2020 - Mit einer Feierstunde hat die Stiftung Frauenkirche am Montag ihren langjährigen Geschäftsführer und Pfarrer der Dresdner Frauenkirche, Sebastian Feydt, offiziell verabschiedet. «Sehr gern hätten wir Sie noch viel länger hier behalten», sagte der Vorsitzende des Stiftungsrates, Joachim Hoof, in dem Gotteshaus. Er würdigte den 55-Jährigen als «Menschen, der frei denkt und für klare Botschaften eintritt», mit wachem Verstand und mutigem Herz. Feydt ist als Frauenkirchenpfarrer noch bis Ende August im Amt, ab September dann Superintendent und Nikolaikirchenpfarrer in Leipzig. Über seine Nachfolge an der Frauenkirche muss noch entschieden werden, Geschäftsführerin der Stiftung ist nun Maria Noth.

  • Sebastian Feydt, Pfarrer der Frauenkirche. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sebastian Feydt, Pfarrer der Frauenkirche. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Feydt wurde in Cottbus (Brandenburg) geboren, wuchs in Dresden auf und studierte in Leipzig Theologie. 1989 wirkte er an den Friedensgebeten in der Nikolaikirche mit und war nach seiner Ordination zwölf Jahre Pfarrer der Bethlehemkirchgemeinde. 2007 wechselte er nach Dresden, als insgesamt dritter Pfarrer nach der Weihe des 1945 zerstörten und 1993 bis 2005 mit Hilfe von Spenden wiederaufgebauten weltberühmten Gotteshauses.

«Sie waren und sind ein großer Glücksgriff für uns, Sie sind ein wirklicher Frauenkirchepfarrer, ein Friedenspfarrer», würdigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) Feydt. Er habe verstanden, dass dieses besondere Gotteshaus mehr sein muss als der Ort, an dem sich Christen begegnen, und sich einmischen in den Diskurs der Gesellschaft, auch über gewisse Grenzen hinaus. Er forderte ihn auf, seine Friedensarbeit in Leipzig fortzusetzen. Für den Stiftungsrat wünschte dessen Vorsitzender Hoof, «dass Sie mit ihrer Begabung auch dort die Menschen erreichen, wie es Ihnen hier gelungen ist».

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