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Ämter verfolgen Infektionsketten zu Südafrika-Virus

24.01.2021 - Der Ausbruch der Südafrika-Variante des Corona-Virus in Leipzig hat Kreise bis nach Sachsen-Anhalt gezogen. Und Sachsens Regierung will diese Woche eine neue Corona-Verordnung beschließen - mit schärferen Regeln für Masken beim Einkauf sowie in Bussen und Bahnen.

  • Das Universitätsklinikum Leipzig. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Universitätsklinikum Leipzig. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem Ausbruch einer als hochansteckend geltenden Südafrika-Variante des Coronavirus sind am Wochenende in Leipzig keine neuen Infektionsfälle bekanntgeworden. Dafür wurde im benachbarten Halle (Sachsen-Anhalt) bei zwei Menschen, die direkten Kontakt zu Infizierten aus Leipzig hatten, das Virus der Variante B.1.351 bestätigt. Nach Angaben von Halles Amtsärztin Christine Gröger hat sich eine der infizierten Personen im Arbeitsumfeld angesteckt, die andere beim Kontakt zu Hause. Der Krankheitsverlauf unterscheide sich nicht wesentlich bis gar nicht von dem bisher verbreiteten Virus.

Mitte vergangener Woche war bei einer Patientin des Leipziger Universitätsklinikums die südafrikanische Variante des Coronavirus bestätigt worden - zufällig bei einem Routine-Screening. Sie war nicht wegen Corona-Symptomen, sondern wegen eines Notfalls in dem Krankenhaus behandelt worden. Am Freitag hatte die Stadt informiert, dass bei acht weiteren Menschen eine Infektion mit der Virus-Mutation nachgewiesen wurde. Seither habe es keine weiteren Fälle gegeben, sagte ein Stadtsprecher am Sonntag auf Anfrage. Allerdings dauere die Nachverfolgung von Kontakten an.

Das Robert Koch-Institut meldete am Samstag und Sonntag rund 2300 neue Corona-Infektionen in Sachsen. Ihre Zahl stieg damit auf fast 174 200. Zugleich erhöhten sich die Todesfälle seit Freitag um mehr als 200 auf insgesamt 5722. Die Wocheninzidenz wurde am Sonntag mit 167 angegeben und liegt damit weiter deutlich über dem Bundesschnitt von 111 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Die geringste Infektionsrate im Freistaat weist den Zahlen nach die Stadt Chemnitz mit 81 auf, die höchste der Landkreis Bautzen mit 242.

Unterdessen hat Sachsen nach der Einstufung Tschechiens als Corona-Hochrisikogebiet für Grenzpendler Ausnahmen von der verschärften Testpflicht verfügt. Laut einer am Samstag in Kraft getretenen Allgemeinverfügung müssen sich Menschen, die zur Arbeit nach Sachsen einreisen, wöchentlich nur zweimal auf das Coronavirus testen lassen. Der Test ist auch erst nach der Einreise möglich, muss aber vor Arbeitsbeginn erfolgen. Für die Ausnahme müssen Betroffene bei der Einreise einen gültigen Arbeitsvertrag vorweisen können.

Begründet wurde der Schritt damit, dass viele Menschen aus Tschechien in Sachsen arbeiten - laut Staatskanzlei mehr als 10 000. Damit soll die «Funktionsfähigkeit» der Betriebe in der Grenzregion sichergestellt werden. Für Grenzpendler aus Polen ändert sich nichts - das Land gilt nicht als Hochinzidenzland. «Hochinzidenzgebiete» sind Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als in Deutschland. Der Grenzwert ist eine Inzidenz von 200. Darunter fallen mehr als 20 Länder - neben Tschechien auch Spanien, Portugal und die USA. Für Einreisende aus diesen Ländern gilt nun eine strengere Testpflicht.

Doch auch auf die Sachsen selbst kommen einige neue Corona-Regeln zu. In dieser Woche will die Landesregierung eine neue Verordnung beschließen. Damit sollen medizinische Masken wie OP-Masken und FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkauf Pflicht werden. Die neuen Regeln sollen laut einem MDR-Bericht ab Donnerstag gelten.

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