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TU Dresden bleibt exzellent: Entscheidung löst Jubel aus

19.07.2019 - Bangen und Zuversicht hielten sich bis zuletzt die Waage. Doch seit Freitag, 16.10 Uhr steht es fest. Die TU Dresden ist auch künftig eine Eliteuniversität - die einzige in einem ostdeutschen Flächenland. Rektor Hans-Müller Steinhagen zeigte sich überwältigt.

  • TU Dresden bleibt «Exzellenzuniversität». Der Rektor der TU, Hans Müller-Steinhagen, jubelt im Vordergrund. Foto: Robert Michael © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    TU Dresden bleibt «Exzellenzuniversität». Der Rektor der TU, Hans Müller-Steinhagen, jubelt im Vordergrund. Foto: Robert Michael © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden (dpa/sn) - Die Technische Universität Dresden wird dauerhaft als Exzellenzuniversität gefördert und kann dabei mit mehr als 10 Millionen Euro pro Jahr rechnen. Als bei einer Live-Übertragung aus Bonn die zuständige Exzellenzkommission am Freitag ihr Votum verkündete, brach im Festsaal der Universität ein kollektiver Jubelschrei aus. Neben Dresden wurden zehn weitere Unis und Verbünde ausgezeichnet. Rektor Hans-Müller Steinhagen und seine Rektoratskollegen stießen mit Bier an, das von Ernährungswissenschaftlern der Uni selbst gebraut wird.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wollte eigentlich bei der Live-Schalte aus Bonn in Dresden dabei sein, stand aber zum Zeitpunkt der Entscheidung noch im Stau. «Mit dem Titel «Exzellenzuniversität» ist internationale Sichtbarkeit verbunden. Dresden kann so die besten Wissenschaftler gewinnen. Das hilft uns allen», wurde Kretschmer in einer Mitteilung der Regierung zitiert. Die großen Herausforderungen in der Medizin, beim Klimaschutz oder der Mobilität könnten nur durch Spitzenforschung und internationale Kooperation gelöst werden.

Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) ließ sich per Video aus Bonn zuschalten und gratulierte den Dresdnern zu ihrem Erfolg. Stange musste mit den Tränen kämpfen, als sie den Namen der Anfang Juli auf Kreta ermordeten Biologin Suzanne Eaton nannte. Sie hätte sich sehr gewünscht, dass die Wissenschaftlerin an diesem Tag dabei gewesen wäre und würde ihr gerne den Titel widmen. Die Amerikanerin arbeitete im Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden und war an der Exzellenzbewerbung beteiligt.

«Der TU Dresden wird attestiert, hochdynamisch zu sein und damit als Vorbild auf andere Universitäten auszustrahlen», sagte Stange. Zugleich herrsche an der Dresdner Uni unter den Beschäftigten und Studierenden ein besonderer Geist, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen: «Die nationale und internationale Wahrnehmung der TU Dresden steigt seit Jahren kontinuierlich an und lenkt daher den Blick auf ganz Sachsen.»

Nach den Worten von Rektor Müller-Steinhagen zielt die Gesamtstrategie darauf, die TU Dresden dauerhaft in der Spitzengruppe der deutschen Universitäten zu positionieren. «Die weltweit besten Talente auf allen Karrierestufen sollen sich für die TU Dresden entscheiden und hier ihr volles Potenzial entfalten.» Man werde das wissenschaftliche Profil weiter schärfen und die Potenziale ausbauen.

Die TU trägt den Titel einer Exzellenzuniversität seit 2012 und ist die einzige Eliteuni in einem ostdeutschen Flächenland. Anders als bislang muss man sich für den Titel nach sieben Jahren nicht neu bewerben, allerdings werden die Unis evaluiert.

Bund und Länder stellen für die Exzellenzstrategie seit 2018 rund 533 Millionen Euro pro Jahr bereit. 75 Prozent der Mittel stammen vom Bund, 25 Prozent von dem Bundesland, in dem die entsprechende Hochschule angesiedelt ist. Dabei werden elf Hochschulen und Verbünde mit 148 Millionen Euro pro Jahr gefördert.

Die TU Dresden hat rund 32 400 Studenten und 8300 Mitarbeiter - davon 600 Professoren. Sie gründet 30 bis 40 Firmen pro Jahr aus und meldet 180 Patente an - und ist damit auch wichtig für Sachsens Landeshauptstadt. Mit ihrem Platz in der Ersten Liga und dem international renommierten Ruf habe die TU schon viele kluge Köpfe aus dem In- und Ausland anziehen können, freute sich die Stadt.

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