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Tausende widersetzen sich Auflösung von «Querdenken»-Demo

07.11.2020 - Tausende Demonstranten haben sich in Leipzig der Auflösung einer «Querdenken»-Demonstration widersetzt. Sie marschierten am Samstagabend auf dem Innenstadtring. Wenige Polizisten begleiteten den Zug. Einige der Demonstranten skandierten «Frieden Freiheit, keine Diktatur» und «Merkel muss weg». Im Bereich des Hauptbahnhofes sei eine Sperre geöffnet worden, teilte die Polizei auf Twitter mit. «Teilnehmer der ehemaligen Versammlung führen einen von der Versammlungsbehörde als verbotenen einklassifizierten Aufzug durch.» An Absperrungen sei es zu «zahlreichen Übergriffen» auf Polizisten gekommen.

  • Teilnehmer nach dem Ende der Demonstration am Hauptbahnhof hinter der Reiterstaffel der Polizei. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Teilnehmer nach dem Ende der Demonstration am Hauptbahnhof hinter der Reiterstaffel der Polizei. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zuvor hatte die Stadt Leipzig die Kundgebung, die sich gegen Corona-Maßnahmen richtete, mit nach Polizeiangaben 20 000 Teilnehmern aufgelöst, da diese größtenteils gegen die Versammlungsauflagen verstoßen hatten. Polizeisprecher Olaf Hoppe sagte, 90 Prozent der Teilnehmer hätten keinen Mund-Nase-Schutz getragen. Ein Gericht hatte am Morgen die zulässige Teilnehmerzahl auf 16 000 begrenzt. Beobachter gingen davon aus, dass insgesamt weit mehr als die 20 000 von der Polizei gezählten Teilnehmer nach Leipzig gekommen waren.

Das Bündnis Leipzig nimmt Platz, das einen Gegenprotest organisiert hatte, rief am Samstagabend dazu auf, sich zurückzuziehen. «Wir schätzen die Lage als zu gefährlich ein», schrieb das Bündnis auf Twitter.

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