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Trockenheit macht Bäumen in Sachsens Städten zu schaffen

03.08.2020 - Die zunehmende Trockenheit macht den Straßenbäumen in Sachsens Städten zu schaffen. Die Situation für Straßen- und Parkbäume sei anhaltend dramatisch, sagte eine Sprecherin der Leipziger Stadtreinigung. «Jeder Wassertropfen zählt.» Vor Beginn des Sommers habe man die Bürger deshalb über soziale Netzwerke dazu aufgerufen, die Bäume vor der Haustür zu gießen. In diesem Jahr hat die Stadt bisher 800 Bäume gefällt, 2019 waren es insgesamt rund 2000. Da die Trockenheit 2020 anhalte, steige die Zahl toter Bäume, so die Sprecherin.

  • Trockene Bäume stehen an einer Landstraße. Foto: Paul Zinken/dpa-zb-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Trockene Bäume stehen an einer Landstraße. Foto: Paul Zinken/dpa-zb-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Dresden starben im Vorjahr 480 Straßenbäume - viermal so viel wie im Schnitt der vergangenen Jahre. Betroffen sind vor allem einheimische Baumarten wie Buche, Berg-Ahorn und Eberesche. Die Stadt verbucht zunehmend Anfragen von Bürgern, die helfen wollen, Bäume zu gießen. Unter dem Motto «Dresden gießt» haben die Initiativen Fridays For Future und Parents for Future etwa im Stadtteil Striesen eine Gießgruppe für Stadtbäume ins Leben gerufen - und wollen auch andere Dresdner motivieren, zur Gießkanne zu greifen.

Vielerorts rufen angesichts zunehmender Trockenheit Kommunen, private Initiativen und Umweltschützer dazu auf, die Bäume vor der Haustür zu wässern. Laut Naturschutzbund BUND gibt es in mehreren Städten «Gießgruppen» - etwa in Berlin, Köln oder Frankfurt am Main. Hilfe ist aus Expertensicht dringend nötig. «Die Trockenheit wirkt sich verheerend auf die Stadtvegetation aus», sagt Christian Hönig, Referent für Baumschutz beim BUND Berlin. Er empfiehlt, einmal pro Woche acht bis zehn Eimer Wasser pro Baum.

Erste Anzeichen, dass die Bäume unter Trockenheit leiden: Sie rollen ihre Blätter ein oder werfen sie ab, Äste werden kahl, die Kronen licht. Gerade Straßenbäume haben wenig Platz für ihre Wurzeln, Wasser kann nur «sehr begrenzt» gespeichert werden, so Hönig. Hinzu komme, dass Grundwasserstände in den Städten meist abgesenkt und niedrig gehalten werden, so dass die Bäume nur schwer an Wasser kommen.

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