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Turn-Chef Hölzl bittet Athletinnen um Entschuldigung

22.01.2021 - Verbandschef Alfons Hölzl mahnt nach den Vorfällen am Olympia-Stützpunkt Sachsen einen Kulturwandel im deutschen Turnsport an. «Eine Goldmedaille bei Olympischen Spielen hat langfristig keinen Wert, wenn ein Turner nachher beschreibt, welches Leid er erfahren hat und welches fürchterliche Leben er gehabt habt», sagte der Präsident des Deutschen Turner-Bundes am Freitag. Zuvor hatte der DTB die Ergebnisse einer Untersuchung der Vorwürfe von Athletinnen gegen die Chemnitzer Turntrainerin Gabriele Frehse veröffentlicht.

  • Der Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB) Alfons Hölzl, spricht. Foto: Rainer Jensen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB) Alfons Hölzl, spricht. Foto: Rainer Jensen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Es ist nicht eine einmalige Entgleisung, es sind gravierende Pflichtverstöße. Stellvertretend für den Turnsport entschuldigen wir uns bei den Athletinnen für das Leid, das sie erfahren haben», sagte Hölzl. Mehrere Sportlerinnen wie die frühere Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer hatten Frehse vorgeworfen, sie im Training schikaniert, Medikamente ohne ärztliche Verordnung verabreicht und keinen Widerspruch zugelassen zu haben.

Die Trainerin bestritt mehrfach und auch bei einer Befragung im Rahmen der Untersuchungen diese Vorwürfe, über die im Vorjahr der «Spiegel» zuerst berichtet hatte. Es handele sich um haltlose Anschuldigungen und Unwahrheiten. Eine vom DTB beauftragte Frankfurter Kanzlei kam dagegen unter anderem zu dem Ergebnis, dass «in 17 Fällen hinreichende tatsächliche Anhaltspunkte für die Anwendung psychischer Gewalt durch die Trainerin vorliegen».

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