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Verdächtige nach Indymedia-Randale wieder frei

27.01.2020 - Nach der Randale bei der Indymedia-Demo in Leipzig sind sechs Verdächtige wieder frei. Gegen sie wird aber weiter ermittelt. Die Stadt Leipzig sichtet derweil die angerichteten Schäden.

  • Teilnehmer einer linken Demonstration zünden Pyrotechnik. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Teilnehmer einer linken Demonstration zünden Pyrotechnik. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Leipzig (dpa) - Die sechs Verdächtigen, die nach den Steinwürfen bei der Indymedia-Demonstration in Leipzig festgenommen worden waren, sind wieder auf freiem Fuß. Es lägen keine Haftgründe vor, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Leipzig. Gegen die vier Männer und zwei Frauen im Alter von 18 bis 39 Jahren werde aber weiter ermittelt wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Von den sechs Verdächtigen stamme nur einer aus Leipzig, die anderen kämen aus Nordrhein-Westfalen. Die Journalisten-Gewerkschaft dju kritisierte, dass bei dem angeblichen Protest für Pressefreiheit auch Journalisten bedroht worden waren.

Für die Demonstration gegen das Verbot der Plattform «Linksunten.Indymedia» war bundesweit mobilisiert worden. Sie war am Samstagabend nach zunächst friedlichem Beginn eskaliert. Vermummte Randalierer warfen Steine und Böller auf die Polizei. Zudem gingen Scheiben an Autos zu Bruch sowie das Glas eines Wartehäuschens der Straßenbahn. Laut Ordnungsamt der Stadt hatten sich rund 1600 Menschen an der Demonstration beteiligt. Anlass war die Verhandlung über Klagen gegen das Verbot von «Linksunten.Indymedia» an diesem Mittwoch (29.) am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Unklar war zunächst die Höhe des Sachschadens, den die Randalierer angerichtet haben. Die Stadtverwaltung war am Montag dabei, alle Schäden zu erfassen. Die Supermarktkette Konsum, deren Schaufenster und Tür von Steinen getroffen worden waren, bezifferte die Summe ihres Schadens auf etwa 1000 Euro. Die Filiale war während der Demo eigentlich noch geöffnet, hatte aber vorsorglich geschlossen, als die Protestierer vorbeizogen. «Durch den Vorfall entstand glücklicherweise nur Sachschaden», erklärte Konsum-Sprecher Matthias Benz.

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