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Videobeweis: DFB weist Dresden-Protest ab

24.02.2020 - Die Erfolgsaussichten waren gering. Dennoch legte Dynamo Dresden Einspruch gegen die Wertung der Niederlage gegen Darmstadt wegen einer umstrittenen Videoentscheidung ein - und verlor.

  • Hans E. Lorenz, Vorsitzender des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Foto: Arne Dedert/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Hans E. Lorenz, Vorsitzender des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Foto: Arne Dedert/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden (dpa) - Mit dieser Niederlage musste Dynamo Dresden rechnen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wies den Einspruch des Zweitliga-Letzten gegen die Wertung der Niederlage gegen Darmstadt 98 am Montag ab. Dresden hatte das Spiel am 7. Februar 2:3 verloren, argumentierte aber, der Videoschiedsrichter habe beim nicht gegebenen 3:3 unberechtigterweise eingegriffen.

«Die Entscheidung des Schiedsrichters ist als Tatsachenentscheidung nicht anfechtbar. Es lässt sich auch kein Regelverstoß des Unparteiischen oder ein Fehler des Videoassistenten erkennen», begründete Richter Hans E. Lorenz die Entscheidung.

Dynamos Stürmer Patrick Schmidt hatte in der 72. Spielminute den vermeintlichen Ausgleich erzielt, bevor das Tor nach Intervention des Videoschiedsrichters Florian Badstübner und Überprüfung des Referees Michael Bacher am Spielfeld wegen Abseits aberkannt wurde. Im Dezember war Liga-Konkurrent Wehen Wiesbaden mit seinem Einspruch gegen die Niederlage bei Dynamo Dresden vor dem DFB-Sportgericht gescheitert.

Dresdens Anwalt Christian Quirling hatte bei der Aberkennung eine Fehlerkette ausgemacht. «Ich vermute einen Regelverstoß des Video-Assistenten durch seinen Eingriff, der sich fortsetzt in einem Regelverstoß des Schiedsrichters, diese unverwertbaren Informationen zu gebrauchen», hatte Quirling nach Einlegen des Protests gesagt. Laut des Rechtsanwalts hätte der Video-Assistent nicht eingreifen dürfen, da keine strittige Situation vorlag.

Um seine Argumente zu untermauern, wollte Quirling den Funkverkehr zwischen Schiedsrichter Michael Bacher und Videoschiedsrichter Florian Badstübner hören. Diesen Antrag hatte der DFB jedoch abgelehnt, weil er nach Auffassung des Verbands nicht relevant sei.

Zudem gab es für Dresden am Montag eine weitere bittere Nachricht. Neuzugang Marco Terrazzino fällt vorerst aus. Der 28 Jahre alte Außenbahnspieler hat sich einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen. Terrazzino hatte sich die Verletzung am vergangenen Samstag beim Zweitliga-Duell gegen den VfL Bochum zugezogen und musste bei der 1:2-Niederlage bereits in der 32. Minute ausgewechselt werden.

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