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Viel Arbeit für RB-Sportchef Krösche: Sörloth torhungrig

23.09.2020 - Der Kader von RB Leipzig ist mit der Verpflichtung von Alexander Sörloth schon hochkarätig besetzt. Die Transferaktivitäten von Sportdirektor Krösche sind aber noch nicht abgeschlossen. Einige Baustellen hat er noch zu beackern.

  • RB-Sportdirektor Markus Krösche (l) und Neuzugang Alexander Sörloth mit seinem Trikot beim Pressegespräch. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Aktuell © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    RB-Sportdirektor Markus Krösche (l) und Neuzugang Alexander Sörloth mit seinem Trikot beim Pressegespräch. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Aktuell © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem Königstransfer von Alexander Sörloth wartet auf Markus Krösche bei RB Leipzig weiter viel Arbeit. «Man kann nicht seriös sagen, dass die Transferaktivitäten beendet sind», betonte der Sportdirektor am Mittwoch. Zu lösen ist der Transferstreit mit Leeds United um Stürmer Jean-Kevin Augustin, dann gibt es das Kaufinteresse an Verteidiger Josko Gvardiol sowie eine angestrebte Klärung der Zukunft von Ademola Lookman.

Der Engländer Lookman hat bei RB kaum Einsatzzeiten. Interesse von Premier-League-Club Fulham sei nach dessen Aufstieg vorhanden. Doch die finanziellen Rahmenbedingungen müssten bei einer Ausleihe mit Kaufoption passen, immerhin legte RB beim Kauf vom FC Everton 18 Millionen Euro auf den Tisch. «Man muss sich zusammensetzen und ehrlich miteinander umgehen und gucken, welche Möglichkeiten hat er bei uns», sagte Krösche zu den minimalen Einsatzzeiten von Lookman unter Trainer Julian Nagelsmann.

Wenig Einsatzzeiten bekam Stürmer Jean-Kevin Augustin bei Leeds United, wo er zuletzt ausgeliehen war. Dennoch habe der in die Premier League aufgestiegene Club eine Kaufverpflichtung für den einst 16 Millionen Euro teuren Franzosen. «Der Stand ist unverändert zu den letzten Wochen, aber die Rechtslage klar», sagte Krösche am Mittwoch und fügte an: «Warum Leeds so agiert wie sie agieren, kann ich schlecht beurteilen. Da sind jetzt unser Anwälte dran.»

Leeds teilte Anfang Juli mit, dass die Leihe am 30. Juni abgelaufen sei und nicht verlängert werde. RB sieht sich laut Vertrag auf der juristisch sicheren Seite und fordere festgeschrieben 21 Millionen Euro von Leeds.

Noch verpflichten möchte Krösche Verteidiger Josko Gvardiol von Dinamo Zagreb. Der 18-Jährige sei «ein sehr, sehr interessanter, junger Spieler, der unheimlich viel Potenzial hat und für sein Alter schon sehr weit ist», betonte der RB-Sportchef. Der Kicker hatte zuletzt berichtet, dass der Linksfuß von RB verpflichtet werde und dann an Zagreb ausgeliehen werde. Er solle dann frühestens 2021 für Leipzig auflaufen. RB bereite sich so womöglich auf einen möglichen Abgang von Dayot Upamecano vor. Der französische Nationalspieler kann den Verein im Sommer aufgrund einer Ausstiegsklausel für weniger als 50 Millionen Euro verlassen.

Da stehen die Vorzeichen beim 24-jährigen Sörloth anders. «Ich wusste nach dem ersten Treffen, dass ich nach Leipzig will», sagte der Norweger. Der Nationalstürmer «war von Anfang an Feuer und Flamme, das hat auch geholfen», bestätigte Krösche die komplizierten Gespräche mit Trabzonspor und Crystal Palace. Sörloth, der beim Champions-League-Halbfinalisten einen Vertrag bis 2025 unterschrieben hat, ist nach eigenen Angaben «hungrig auf Tore». Festlegen auf eine Anzahl von Treffern wolle er sich nicht. «Ich bin hier, um Spiele zu gewinnen. Ich will helfen, dass das Team erfolgreich spielt», sagte Sörloth am Mittwoch bei seiner Vorstellung in Leipzig. Wenig später absolvierte er sein erstes Training mit dem Team von Nagelsmann.

Zudem verriet Sörloth, dass er gleich nach seiner Unterschrift am Dienstag Glückwünsche von Erling Haaland aus Dortmund erhielt. Der Wechsel nach Leipzig hatte jedoch enorme Hürden. Nach dem Erstkontakt vor rund acht Wochen war es für Krösche eine große Herausforderung, die Interessen von drei Vereinen zu bündeln. «Auf der Agenda der schwierigen Transfers war es einer, der ganz oben landen wird», betonte Krösche.

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