Volkswagen impft wieder: Weitere Unternehmen interessiert

15.04.2021 Die Querelen um das Präparat Astrazeneca hatten dem Modellprojekt zu Corona-Impfungen bei Volkswagen Sachsen Ende März einen holprigen Start beschert. Seit rund einer Woche werde nun wieder geimpft - derzeit mit dem Vakzin von Biontech, sagte Unternehmenssprecher Carsten Krebs am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Insgesamt hätten bisher etwa 80 Mitarbeiter ihre erste Impfung erhalten. Die Resonanz bei den Beschäftigten sei gut, und die Betriebsärzte würden gern mehr Menschen impfen. Doch das sei abhängig von der Verfügbarkeit des Impfstoffes, hieß es.

Ein Werksarzt und eine Schwester impfen Mitarbeiter im Werk von Volkswagen Sachsen. Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Autobauer hatte am 30. März das Modellprojekt gestartet und erste Mitarbeiter im Zwickauer Werk mit Astrazeneca geimpft - als eines der ersten Industrieunternehmen in Deutschland. Dazu waren zunächst 300 Dosen für die Erstimpfung reserviert. Kurz darauf hatten Bund und Länder wegen Nebenwirkungen des Impfstoffes die Verwendung eingeschränkt. Das Unternehmen hatte die Impfungen wieder ausgesetzt.

Bei dem Projekt wird den Angaben zufolge nach der geltenden Priorisierung vorgegangen. So werden nur Mitarbeiter geimpft, die zur zweiten Priorisierungsgruppe gehören, also bestimmte chronische Erkrankungen haben, sowie Beschäftigte aus dem Vogtlandkreis. Dort dürfen wegen der hohen Inzidenz alle Erwachsenen geimpft werden. Laut dem Unternehmen fallen rund 1000 Beschäftigte unter diese Kriterien. Viele Impfwillige hätten sich allerdings auch schon selbst um Termine in der Nähe ihres Wohnortes gekümmert.

Volkswagen will mit seinem Impfmobil und Personal auch die Kampagne außerhalb der eigenen Werke unterstützen. So werde eine Ärztin am Freitag in Limbach-Oberfrohna bei der Schulung von DRK-Helfern sowie Aufklärungsgesprächen von Impfwilligen helfen, erklärte Krebs. Auch andere Unternehmen in Sachsen wollen sich an der Impfkampagne beteiligen. «Sobald wir Impfstoff erhalten, kann es bei uns sofort losgehen», informierte der Sprecher des Chipherstellers Globalfoundries in Dresden, Jens Drews.

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