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Vorerst keine neuen Impftermine in Sachsen

17.01.2021 - Weder per Telefon noch über das Buchungsportal können vorerst neue Impftermine vergeben werden. Schuld ist ein Lieferengpass. Unterdessen beginnt Sachsen mit der zweiten Dosis für Geimpfte.

  • Blick auf die Impfkabinen im Impfzentrum in der Sachsen Arena. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick auf die Impfkabinen im Impfzentrum in der Sachsen Arena. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wer in Sachsen einen Impftermin vereinbaren möchte, braucht weiterhin Geduld: Weder online noch telefonisch sei eine Vereinbarung ab Montag möglich, sagte Kai Kranich vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Grund dafür ist der angekündigte Lieferengpass des Impfstoff-Herstellers Biontech-Pfizer. «Wir können leider nur so viele Termine vergeben, wie wir auch Impfstoff haben», erklärte Kranich. Nun müsse man erst einmal abwarten, wie sich die Situation entwickle.

Bisher wurden rund 9000 Impftermine über das Online-Buchungsportal vergeben. Diese könnten in der kommenden Woche abgesichert werden, betonte Kranich. Für übernächste Woche allerdings könnten wegen des fehlenden Impfstoffes keine Termine in den Impfzentren angeboten werden. Am Montag (18. Januar) sollte die Telefonhotline mit der Vergabe von Terminen starten - ohnehin später als geplant.

Die Wiederholungsimpfung allerdings wird garantiert, weil Sachsen die Hälfte der ankommenden Dosen zurückgehalten hat. Das gilt für Menschen, die seit dem 27. Dezember bereits geimpft wurden, sowie für jene, die schon einen Termin für die nächsten Tage haben.

Unterdessen hat Sachsen mit der Verabreichung der zweiten Dosis begonnen: Drei Wochen nach Impfbeginn wurden am Sonntag die Heimbewohner in einem Pflegeheim in Lichtentanne (Landkreis Zwickau) erneut geimpft. Darunter die 85-jährige Hanna Hertzsch, die als eine der Ersten in Sachsen einen Piks bekommen hatte. Sie habe wie die anderen den Impfstoff gut vertragen, sagte die Sprecherin des Trägers, Tanja Kurz. Am Morgen sei ein mobiles Impfteam gekommen, um 50 von 55 Heimbewohnern eine zweite Dosis zu verabreichen. Insgesamt wurden am Sonntag in Sachsen dem DRK zufolge 151 Zweitimpfungen gespritzt.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt die Impfquote in Sachsen inzwischen bei 10,7 pro 1000 Einwohner (Stand Samstag) - und hinkt damit im Vergleich zu anderen Bundesländern weiter hinterher. Bisher bekamen knapp 43 500 Menschen eine Schutzimpfung - mit rund 34 400 waren die meisten Beschäftigte aus dem medizinischen Bereich.

Am Sonntag wurden im Vergleich zum Vortag 97 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert sowie 1280 Neuinfektionen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner liegt demnach bei 253 und damit etwas unter den Werten der vergangenen Tagen. Am Wochenende fallen die Zahlen allerdings oft niedriger aus, weil weniger getestet und gemeldet wird. Bundesweit verbucht derzeit Thüringen die höchste Sieben-Tage-Inzidenz - gefolgt von Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer hatte am Wochenende über Twitter an die Menschen appelliert, die Zeit bis zum 8. Februar zu nutzen, um Corona so weit wie möglich zurückzudrängen. «Dann können wir lockern und sind vorbereitet, falls die Mutation auftritt», so der CDU-Politiker. In den vergangenen Tagen hatte sich Kretschmer wiederholt für eine Verschärfung der Lockdown-Maßnahmen in ganz Deutschland ausgesprochen, wenn die Zahl der Neuinfektionen nicht sinkt. Auch aus Sorge wegen der aufgetauchten Coronavirus-Mutationen nimmt die Diskussion über eine Verschärfungen des Lockdowns an Fahrt auf. Bund und Länder wollen sich am Dienstag dazu beraten.

Auch in Sachsen gibt es immer wieder Verstöße gegen die Corona-Regeln: So musste die Polizei eine im Lockdown verbotene Party mit rund 60 Leuten im Gartenlokal einer Kleingartenanlage in Dresden beendet. Als die Beamten eintrafen, flüchteten einige Gäste. Zudem widersetzen sich einige Feiernde - die Polizei musste beim Zutritt in das Lokal eigenen Angaben zufolge Pfefferspray einsetzen. Bei den Auseinandersetzungen in der Nacht zum Sonntag wurde ein Polizist leicht verletzt. Maske trug laut Polizei keiner der Feiernden, es gab 49 Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung erstattet. Auch in Mühlau (Landkreis Mittelsachsen) rückte die Polizei am Wochenende an, um eine kleinere Party von sechs Leuten aus verschiedenen Haushalten zu beenden. In Oberwiesenthal lösten die Beamte eine Versammlung von Feiernden im Freien auf.

Die aktuellen Corona-Regeln sehen vor, dass sich derzeit nur ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen darf. Zudem gelten strenge Ausgangsbeschränkungen sowie ein 15-Kilometer-Radius rund um das eigene Wohnumfeld. Trotz Neuschnee und traumhafter Wintersportbedingungen in den Bergen hielt sich der Ansturm aber am Wochenende in Grenzen. An den Ski- und Rodelhängen im Erzgebirge sowie im Vogtland wurde zwar kontrolliert - nach Angaben der Polizei in Chemnitz und Zwickau aber kaum Verstöße festgestellt. Es seien zwar zahlreiche Menschen unterwegs gewesen, vor allem aber Einheimische, hieß es.

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