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Warnstreiks in Kitas, Horten und Krankenhäusern

30.09.2020 - Erst Nahverkehr - jetzt Kita, Hort und Krankenhäuser: Mit Warnstreiks untermauert die Gewerkschaft Verdi ihre Forderungen im Tarifkonflikt. Und am Donnerstag und Freitag gibt es Arbeitsniederlegungen bei der Müllabfuhr in Chemnitz.

  • Ein Streikender mit einer Warnweste mit dem Verdi-Logo und einer roten Trillerpfeife. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Streikender mit einer Warnweste mit dem Verdi-Logo und einer roten Trillerpfeife. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem Stress für Pendler durch den Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr in Sachsen waren am Mittwoch vor allem Eltern in Dresden von Arbeitsniederlegungen betroffen. In etwa einem Drittel der kommunalen Kitas war nur eine eingeschränkte Betreuung möglich, einige wollten erst am späteren Vormittag öffnen, wie auf der Internet-Seite der Stadt zu sehen war. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten in den kommunalen Kitas und Horteinrichtungen in Dresden in der Zeit von 6 bis 10 Uhr zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Verdi-Bezirksgeschäftsführer Daniel Herold sprach von mehr als 220 Beschäftigten, die sich letztlich vor dem Dresdner Rathaus versammelt hatten. Die Gewerkschaft GEW bezeichnete das als deutliches Zeichen. «Sie halten eine angemessene Gehaltssteigerung für dringend erforderlich», so die Landesvorsitzende Uschi Kruse. Auch die Mitarbeiter vom Dresdner Jugend- und Sozialamt sollten ihre Arbeit ruhen lassen. Zu Arbeitsniederlegungen kam es auch in Früh-Horten sowie im OP-Bereich des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt. Die Aktion sollte dort noch bis zum Nachmittag laufen.

Auch bei den Muldentalkliniken in Grimma und Wurzen gab es Arbeitsniederlegungen. «Es haben sich 30 Pflegerinnen und Pfleger beteiligt. Dadurch kam es in einigen Bereichen zu verlangsamten Arbeitsabläufen, etwa in der Radiologie», sagte Julia Greger von Verdi.

Für Donnerstag und Freitag hat die Gewerkschaft Verdi Warnstreiks bei der Müllabfuhr in Chemnitz angekündigt. «Die Mitarbeiter in den kommunalen Entsorgungsunternehmen erwarten, dass ihre Leistungen entsprechend honoriert werden. Sie haben in den vergangenen Wochen und Monaten unter erschwerten Bedingungen einen hervorragenden Job gemacht», sagt der zuständige Fachbereichsleiter für den Bereich der Ver- und Entsorgung, Marcus Borck.

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

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