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Wassermangel: Hoffnung auf Regen, Vorsorge treffen

04.02.2020 - Seit Herbst 2017 hat Sachsen nur die Hälfte der Niederschläge, die man für Gewässer und Böden eigentlich braucht. Zunehmend wird die Lage prekärer. Und keiner weiß, was der Sommer mit sich bringt.

  • Wolfram Günther (Grüne), Landwirtschaftsminister von Sachsen, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wolfram Günther (Grüne), Landwirtschaftsminister von Sachsen, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden (dpa/sn) - Sachsen hofft angesichts anhaltenden Wassermangels auf viel Schnee und Regen in den kommenden Wochen und Monaten. Ein dritter Trockensommer in Folge wäre eine große Herausforderung, sagte Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) am Dienstag in Dresden. Am Vormittag hatte er das Kabinett über die Situation informiert. Laut Günther sind einige der sächsischen Talsperren derzeit nur halb voll. «Das sind Bilder, die man sonst nur aus dem Hochsommer kennt.» Normalerweise würden die Talsperren im Winterhalbjahr volllaufen. Das bisschen Regen der letzten Tage sei aber nur ein Bruchteil dessen, was man eigentlich benötige.

Günther zufolge soll in den Talsperren so viel Wasser wie möglich zurückgehalten werden. Man könne aber auch Bachläufe unterhalb der Sperren als wichtige ökologische Lebensräume nicht trockenlegen. Die Trinkwasserversorgung sei sicher. Man werde ein entsprechendes Wasserstandsmanagement machen. Das Verbundsystem zwischen den Talsperren sorge für einen Ausgleich und garantiere, dass Dürrezeiten über einen längeren Zeitraum aufgefangen werden können.

Der Minister ging aber davon aus, dass es in Trockenzeiten fortan vermehrt Appelle zum Wassersparen geben wird, zum Beispiel beim Bewässern der Rasen. Dabei liegt der Wasserverbrauch in Sachsen mit etwa 90 Liter pro Einwohner und Tag schon unter dem Bundesdurchschnitt von zirka 123 Litern, hieß es.

Auch mit Blick auf langfristige Trockenzeiten will Sachsen Vorsorge treffen. Es gebe noch eine ganze Reihe von Möglichkeiten, betonte Günther. Vieles sei machbar, auch wenn der Aufwand größer werde. Als Beispiel nannte er die Nutzung weiterer Fließgewässer als Zuflüsse für die Talsperren sowie einen Ausbau des Verbundsystems. «Wir beobachten hier die Auswirkungen des Klimawandels, ganz direkt bei uns vor Ort. Kommende Investitionen in Wasserversorgung, Waldrettung und Waldumbau sind Folgekosten des Klimawandels.»

Laut Verwaltung haben die 23 sächsischen Trinkwassertalsperren im vergangenen Jahr rund 93 Millionen Kubikmeter Wasser geliefert und damit 40 Prozent des Rohwassers für die Versorgung mit Trinkwasser. Derzeit sind die Pegelstände vor allem in den Talsperren Cranzahl, Klingenberg-Lehmmühle, Lichtenberg, Gottleuba und Stollberg sehr niedrig. In Eibenstock, der größten sächsischen Anlage dieser Art, beträgt der Füllstand noch 78 Prozent.

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