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Weg frei für Neuausrichtung der Weißen Flotte

02.08.2019 - Niedrigwasser und sinkende Umsätze hatten das Dresdner Traditionsunternehmen in schwieriges Fahrwasser gebracht. Nun soll einiges anders werden.

  • Der historische Schaufelraddampfer «Leipzig» der Sächsischen Dampfschiffahrt fährt auf der Elbe entlang. Foto: Robert Michael/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der historische Schaufelraddampfer «Leipzig» der Sächsischen Dampfschiffahrt fährt auf der Elbe entlang. Foto: Robert Michael/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden (dpa/sn) - Die Weiße Flotte scheint gerettet: Eine große Mehrheit der Gesellschafter hat am Freitag in Dresden für den Modernisierungskurs der Geschäftsführung gestimmt - und damit den Weg für eine Neuausrichtung des Dresdner Traditionsunternehmens freigemacht. «Die Gesellschafter haben die richtige Entscheidung im Sinne der Sächsischen Dampfschiffahrt ‎getroffen», sagte Geschäftsführerin Karin Hildebrand.‎

95 Prozent der Eigentümer stimmten demnach einer Änderung der bisherigen Finanzierungsstruktur zu. Künftig verzichten die Eigentümer auf gewinnunabhängige Zahlungen, damit die Sächsische Dampfschiffahrt ein Finanzpolster aufbauen kann. Die Bereitschaft der Gesellschafter war Voraussetzung, damit weiterhin Geld von Banken und vom Freistaat fließt. Die Pläne sollen nun mit der Stadt Dresden, dem Freistaat, den Banken und Gesellschaftern konkretisiert werden. Ein tragfähiges Gesamtkonzept soll bis Mitte 2020 vorliegen.

Mit ihrer Entscheidung hätten die Gesellschafter einen wichtigen Beitrag für den Fortbestand «der ältesten Raddampferflotte der Welt» geleistet, sagte Finanzminister Matthias Haß (CDU). «Ich freue mich darüber, dass das Unternehmen sich nun auf die strategische Neuausrichtung ‎konzentrieren und mit zusätzlichem Kapital die Gesellschaft wieder auf Erfolgskurs bringen kann.‎» Haß kündigte zudem Unterstützung durch den Freistaat an, um die Dampfschifffahrt auf der Elbe langfristig als «Touristenmagnet» zu sichern.

Niedrigwasser und damit verbundene Umsatzrückgänge hatten das Unternehmen zuletzt in die roten Zahlen rutschen lassen. 2018 ging der Umsatz um mehr als zwei Millionen Euro zurück. «Insbesondere die Wetterextreme und die resultierenden Niedrigwasser in unserer Hochsaison ‎machen einen normalen Betrieb fast unmöglich‎», so Dampfer-Chefin Hildebrand. So waren die Schiffe im Vorjahr an mehr als 120 Tagen nur eingeschränkt unterwegs, an acht Tagen musste der Verkehr komplett eingestellt werden. Diese Ausfälle seien nur schwer auszugleichen, so Hildebrand. Im Vorjahr verkaufte das Unternehmen rund 354 000 Tickets, 2017 waren es noch mehr als 509 000.

Die Sächsische Dampfschiffahrt fährt mit neun zwischen 1879 und 1929 gebauten Raddampfern sowie zwei modernen Fahrgastschiffen und gilt als älteste und größte Raddampferflotte der Welt. Das Unternehmen, deren sogenanntes Kommanditkapital in Höhe von 18,3 Millionen Euro auf rund 500 Gesellschafter verteilt ist, beschäftigt rund 70 Mitarbeiter. «Wir steuern auf sichereres Fahrwasser zu», gab sich Hildebrand am Freitag optimistisch.

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