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Weniger Telefon- und Internetanschlüsse überwacht

22.01.2020 - Bonn (dpa/sn) - In Sachsen sind 2018 weniger Telefon- und Internetanschlüsse überwacht worden als im Jahr zuvor. Die Zahl der überwachten Anschlüsse sank um vier Prozent auf 811, wie aus der am Mittwoch vom Bundesamt der Justiz in Bonn veröffentlichten Statistik hervorgeht. Auch die Zahl der Ermittlungsverfahren, in denen Gerichte Überwachungsmaßnahmen anordneten, ging um 1,6 Prozent auf 375 zurück. Bundesweit indes gab es 5104 Verfahren mit Telekommunikationsüberwachung, die meisten in Bayern (1225) und die wenigsten in Bremen (29).

  • Ein Beamter sitzt für eine Telefonüberwachung vor einem Computer. Foto: Christian Charisius/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Beamter sitzt für eine Telefonüberwachung vor einem Computer. Foto: Christian Charisius/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit Abstand am häufigsten (386 Fälle) kam in Sachsen die Überwachung in Verfahren zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz zum Einsatz. Im Zusammenhang mit Bandendiebstahl wurden 109 Anschlüsse überwacht und zur Aufklärung von Computerbetrug 78. Wegen Mords und Totschlags zapften Ermittler 24 Telefon-, Mobilfunk- oder Internetanschlüsse an.

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