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Zeit-Job mit Perspektive: Wachpolizei-Ausbildung läuft aus

30.10.2020 - Nach drei Monaten Ausbildung sind Wachpolizisten einsatzfähig, inklusive Schusswaffe. Sie entlasten die Kollegen beim Schutz von Synagogen, Demonstrationen oder Fußballspielen.

  • Wachpolizisten verlassen einen Hörsaal in der Hochschule der Sächsischen Polizei. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wachpolizisten verlassen einen Hörsaal in der Hochschule der Sächsischen Polizei. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach fünf Jahren ist Schluss. Die 2016 aufgelegte Ausbildung von Wachpolizisten in Sachsen läuft aus. Mit dem November wechseln 129 der in drei Monaten geschulten Hilfskräfte in die verkürzte Ausbildung zum Polizeimeister und damit in den regulären Polizeivollzugsdienst des Freistaates. «Die Einführung der Wachpolizei während der Flüchtlingskrise war richtig und notwendig, um im Bereich des Objektschutzes gut gerüstet und aufgestellt zu sein», sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) laut Mitteilung bei einem Empfang am Freitag in der Staatskanzlei. Damit sollte die Polizei unterstützt und entlastet werden. «Die Wachpolizei hat damit von Anfang an einen wichtigen und wertvollen Dienst für die Gesellschaft geleistet.»

Auch Innenminister Roland Wöller (CDU) lobte den wichtigen Beitrag der Hilfskräfte zur Sicherheit in Zeiten personeller Herausforderungen und neuer gesellschaftlicher Aufgaben. «Sie haben insbesondere die Zeit bis zum Greifen des Personalaufbaus, der jetzt in vollem Gange ist, überbrückt und die Polizeibeamten durch Sicherungs- und Wachschutzaufgaben entlastet.» Erfreulich sei überdies, dass viele von ihnen sich sogar auf Dauer für den Polizeiberuf entschieden.

Seit Wiedereinführung der Wachpolizei haben nach Angaben des Innenministeriums 971 Frauen und Männer die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. 342 der Hilfskräfte nutzten die Chance, nach mindestens einem Dienstjahr in die verkürzte Polizistenausbildung zu wechseln. Weitere 160 sind auf dem Weg dahin, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Wachpolizisten helfen in Polizeidirektionen und -revieren beim Schutz von Flüchtlingsunterkünften, jüdischen und muslimischen Einrichtungen, sichern Festnahmen und Gefangenentransporte mit ab und bewachen Wohnorte gefährdeter Personen. In der Regel kommen sie aus anderen Berufen, sie waren zuvor unter anderem Altenpfleger, Koch, Friseur, Pferdewirt, Lackierer, Straßenbauer oder auch Zahntechniker.

Eine Wachpolizei im Freistaat gab es nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA bereits, das Gesetz trat aber 2006 wieder außer Kraft. Wegen der Belastungen der Beamten durch Demonstrationen, Auseinandersetzungen bei Fußballspielen und Einsätzen rund um Asylunterkünfte hatte der Landtag Ende 2015 deren Wiedereinführung beschlossen.

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