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Zittaus OB besorgt nach Sprengstoffexplosion

26.07.2019 - Der mutmaßliche Anschlag auf eine Politikerin der Linken in Zittau hat Entsetzen und große Betroffenheit ausgelöst. Nun wird auch der Ruf nach einer besseren Arbeit der Sicherheitsbehörden laut.

  • Zerborstene Fensterscheiben nach einem Anschlag auf die Wohnung von Ramona Gehring (Linke). Foto: Robert Michael/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zerborstene Fensterscheiben nach einem Anschlag auf die Wohnung von Ramona Gehring (Linke). Foto: Robert Michael/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden/Zittau (dpa/sn) - Nach einer Sprengstoffexplosion am Haus der Zittauer Linke-Politikerin Ramona Gehring suchen Ermittler weiter nach Hinweisen zu den Hintergründen. «Je weniger Zeit vergeht, desto größer ist die Chance der Aufklärung», sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts in Dresden am Freitag. Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (Wählervereinigung «Zittau kann mehr»), zeigte sich unterdessen besorgt: «Es ist eine große Gefahr für Leib und Leben, wenn Leute denken, sie müssten Auseinandersetzungen auf die Art und Weise austragen», sagte Zenker MDR Aktuell im Interview.

Am Haus der Zittauer Linke-Politikerin Gehring hatte es in der Nacht zum Mittwoch eine Sprengstoffexplosion gegeben. Menschen wurden nicht verletzt. Scheiben gingen zu Bruch. Der SPD-Generalsekretär Hennig Homann sprach von einem «Bombenanschlag». Nach Angaben des Landeskriminalamtes Sachsen wird in diesem Fall derzeit einem Hinweis aus der Bevölkerung nachgegangen.

Im Moment herrsche in der Kreisstadt im Landkreis Görlitz ein Klima, das viele Menschen beschäftige, so Zenker. Politische Kräfte von rechter Seite würden Vorfälle instrumentalisieren. So gebe es Akteure, die etwa Hetzplakate aufhängen würden. «Das hat so einen Aktionismuscharakter angenommen, der vielleicht auch mal umkippt in Gewalt», sagte Zenker. Das Stadtoberhaupt machte das etwa an Gruppierungen wie «Zittau mit Zukunft» oder dem Jugendverein «Nationaler Jugendblock» fest.

Zenker zufolge schaue die Stadt genau, ob Aktionen und Veranstaltungen nach Recht und Gesetz stattfinden. Er hoffe dabei auch auf deutliche Unterstützung der Behörden des Freistaates: «Dafür müssen wir rechtzeitig wissen, wann und wo so etwas stattfindet, damit wir es gegebenenfalls verhindern können.» Ihn ärgere es sehr, wenn im Landtag verkündet werde, welche rechtsextremen Veranstaltungen es in Zittau gab - und er erfahre das nicht von den zuständigen Behörden, bevor so etwas stattfindet. Konkret sprach er das Landesamt für Verfassungsschutz und das zuständige Innenministerium an.

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