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Zu wenig Wasser in Südbrandenburgs Flüssen

06.08.2020 - Vereinzelte Regengüsse der vergangenen Tage haben die Situation in den Flüssen Spree und Schwarzer Elster im Süden Brandenburgs nicht entspannt. Zu dieser Einschätzung kommt die länderübergreifende Arbeitsgruppe «Extremsituation», die alle 14 Tage über die Lage berät. Ganz im Gegenteil: Die Wasserspeicher leeren sich demnach weiter und können die Spree nur teilweise unterstützen. Zum Spreewald hin und nach Berlin fließt damit weniger Wasser. Dazu kämen die zu erwartenden hohen Temperaturen der nächsten Tage, die den Experten zufolge zu einer erhöhten Verdunstung führten.

  • Ausgetrocknet ist das Flussbett der Schwarzen Elster. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ausgetrocknet ist das Flussbett der Schwarzen Elster. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bereits jetzt ist die Situation in den Wasserspeichern in Brandenburg und Sachsen nach Darstellung der Fachleute äußerst angespannt. Die Talsperre Bautzen (Sachsen) etwa ist aktuell noch zu 60 Prozent gefüllt. Das führt auch dazu, dass die Spree weiter wenig Wasser hat. Die Talsperre Quitzdorf (Sachsen) hingegen kann mangels Zuflusses kein Wasser bereitstellen. Im Speicherbecken Bärwalde (Sachsen) stehen noch 13 Prozent des Speichervolumens zur Verfügung. Die Bewirtschaftung des Speicherbeckens Niemtsch (Senftenberger See) sei nahezu eingestellt, berichtete die Arbeitsgruppe.

Die Talsperre Spremberg (Spree-Neiße) erhielt in den zurückliegenden Wochen ebenfalls sehr wenig Zufluss - unter sechs Kubikmeter pro Sekunde. Zur Stützung des unteren Spreegebietes müssten jedoch weiter über sieben Kubikmeter pro Sekunde abgegeben werden. Der Wasserstand falle dort täglich um vier Zentimeter, hieß es. Die Lage an der Schwarzen Elster ist noch prekärer. Zwischen Hoyerswerda (Bautzen) und Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) ist der Fluss ausgetrocknet.

Auch flächendeckender Niederschlag wäre nicht ausreichend, um das aufgelaufene Niederschlagsdefizit der vergangenen Jahre von fast 400 Millimeter - das sind etwa 75 Prozent des Jahresniederschlages - kurzfristig auszugleichen, hieß es von den Experten. Sie wollen weitere Möglichkeiten zur sparsamen Wasserbewirtschaftung in und an der Spree prüfen und eine Prioritätenliste mit Maßnahmen erarbeiten.

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