Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

«Bilder gegen Hass»: Halle erinnert mit Plakatausstellung

06.10.2020 - Drei Tage vor dem ersten Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags von Halle hat das Stadtmuseum eine Ausstellung eröffnet, die an das Attentat erinnert. In der am Dienstag vorgestellten Schau «Bilder gegen den Hass» auf dem Marktplatz sind 50 von Berufsschülern gestaltete Plakate zu sehen, die sich mit dem Verbrechen vom 9. Oktober befassen. Außerdem werden rund 30 Zeichnungen einer Menschenkette ausgestellt, die an die Solidaritätsbekundungen mit der jüdischen Gemeinde nach dem Anschlag erinnern sollen. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 29. November.

  • Stadtmuseum Halle zeigt Bilder gegen Hass. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Stadtmuseum Halle zeigt Bilder gegen Hass. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Eines unserer Anliegen ist, Menschen am Museumsmachen zu beteiligen», sagte Direktorin Jane Unger. Die Aussagen der jungen Menschen und die Qualität ihrer Plakate habe sie sehr beeindruckt. «Es ist wichtig, wie wir hier in Halle zusammenhalten und gemeinsam eine weltoffene und vielfältige Stadt leben», sagte Unger. «Das kann uns niemand abnehmen.»

Ähnlich äußerte sich der verantwortliche Berufsschullehrer Sebastian Gerstengarbe: «Wenn wir nicht von allen guten Geistern verlassen und so grauenhaft dämlich wie der Attentäter sein wollen, müssen wir tolerant und solidarisch sein», sagte er. «Wir als Stadtgesellschaft werden durch jeden Zuwachs besser. Das Zauberwort heißt weltoffen.»

Am 9. Oktober 2019 hatte ein Terrorist versucht, in die Synagoge von Halle einzudringen um dort ein Massaker anzurichten. In dem Gotteshaus feierten zu dem Zeitpunkt mehr als 50 Menschen den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur. Als der Attentäter nicht in die Synagoge gelangte, erschoss er davor eine Frau und später einen jungen Mann in einem Dönerimbiss. Am Freitag will die Stadt mit zahlreichen Veranstaltungen an den Anschlag erinnern. Seit Juli läuft der Prozess, angeklagt ist der Sachsen-Anhalter Stephan Balliet.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren