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«The Masked Singer»: Dieter Hallervorden ist das Chamäleon

22.04.2020 - Seit Wochen wurde spekuliert: Steckt wirklich Dieter Hallervorden unter dem Chamäleon-Kostüm bei «Masked Singer»? Die Indizien waren erdrückend, aber richtig vorstellen konnte man es sich auch nicht. Kann ein 84-Jähriger noch so agil über die Bühne hüpfen? Er kann.

  • Dieter Hallervorden, Schauspieler und Komiker, steht bei «The Masked Singer» auf der Bühne. Foto: Willi Weber/ProSieben/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dieter Hallervorden, Schauspieler und Komiker, steht bei «The Masked Singer» auf der Bühne. Foto: Willi Weber/ProSieben/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Palim, Palim, ich bin das Chamäleon: Schauspieler und Kabarettist Dieter «Didi» Hallervorden hat in der ProSieben-Show «The Masked Singer» für eine riesige Überraschung gesorgt. Der 84-Jährige steckte tatsächlich unter dem Kostüm des leichtfüßigen Chamäleons, wie er am Dienstagabend preisgab. Die Zuschauer hatten ihm zuvor zu wenige Stimmen gegeben - also musste die Maske runter. Als sich Hallervorden herausschälte, gab es offene Münder und ungläubige Blicke im Studio. «Ja Leute», sagte Hallervorden, als er die Maske abgelegt hatte. «Vor euch steht also ein Mitglied der Risikogruppe.»

Dass wirklich der 84-Jährige seit Wochen für die Auftritte der tänzelnden Entertainment-Echse verantwortlich war, hatten viele Zuschauer geahnt, weil seine Stimme an Hallervordens schnoddrigen Duktus erinnerte. Aber richtig geglaubt hatte es wiederum auch fast niemand. Die große Frage war nämlich: Kann man in diesem Alter noch so agil über die Bühne hüpfen?

Man kann. Hallervorden hatte dafür auch eine einfache Erklärung parat: «30 Prozent gute Gene, 40 Prozent gute Ernährung und weitere 30 Bewegung.» Ihm habe die Show riesigen Spaß gemacht. «Ich bin ja in meinem tiefsten Innersten auch im hohen Alter absolut Kind geblieben», sagte er. «Das Leben wird ja bestimmt durch zwei Dinge: Geburt und Tod. Und die Zwischenzeit sollte man nutzen.»

In den vergangenen Wochen hatte es zum Teil abenteuerliche Theorien gegeben, wer das Chamäleon sein könnte. Sie folgten dem Muster, dass da jemand im Kostüm Dieter Hallervorden imitiert - sozusagen als doppelte Irreführung. Luke Mockridge (31) tippte in einer zurückliegenden Show auf Musiker Bürger Lars Dietrich (47). Dragqueen Conchita Wurst (31) setzte am Dienstagabend auf Schauspieler und Komiker Michael Kessler (52). Als das Geheimnis gelüftet war, war man kollektiv perplex. «Meine Knie zittern. Ich bin völlig am Ende, wirklich», sagte Jurorin Ruth Moschner. «Hier steht eine Legende auf der Bühne.» Moderator Matthias Opdenhövel (49) fiel auf die Knie.

Hallervorden ist als Schauspieler, Kabarettist und aus seiner Slapstick-Serie «Nonstop Nonsens» bekannt. Musik hat er zwar auch schon gemacht, das aber auf eine sehr eigenwillige Art: Mit Helga Feddersen sang er den Quatsch-Song «Du, die Wanne ist voll» (Auszug: «Let's go hinein and then sei mein»). Im kollektiven Witze-Gedächtnis der Deutschen hat er sich mit seinem legendären «Palim, Palim!» aus einem Sketch über eine «Flasche Pommes Frites» verewigt. Gegen das Gaga-Image kämpfte er aber auch lange an. Erst spät wurde «Didi» als Charakterdarsteller wahrgenommen, etwa in Til Schweigers «Honig im Kopf» oder an seinem Schlosspark Theater in Berlin.

Seine Teilnahme an «The Masked Singer» geheim zu halten, sei gar nicht leicht gewesen, sagte Hallervorden. Im Schlosspark Theater habe es wohl das gesamte Team geahnt. Gegenüber seiner Schwiegermutter habe er sich einfach doof gestellt. Die Frau sei in den Keller gelaufen, um die Fernsehzeitschrift zu holen und ihm zu zeigen, wo diese ominöse Sendung laufe, in der Prominente in aufwendigen Kostümen um die Wette singen.

Hallervorden scheiterte in der Show, in der er als letzte Lied «D.I.S.C.O» von Ottawan sang, ganz knapp vor dem Finale in der kommenden Woche. Darin stehen noch vier kostümierte Promis: der Hase, der Drache, der Wuschel und das Faultier. Vor allem die Demaskierung von «Fauli» wird von vielen Zuschauern mit Spannung erwartet. Hartnäckig hält sich die Spekulation, dass es sich um Moderator Stefan Raab (53) handeln könnte.

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