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Acht von 15 Jugendherbergen nehmen vorerst Betrieb auf

24.05.2020 - Nur acht von fünfzehn Jugendherbergen im Land werden wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie bis Mitte Juni wieder geöffnet. «Für den Rest ist bis jetzt noch kein Startdatum absehbar», teilte Marc Nawrodt, Geschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerk Landesverband Sachsen-Anhalt, auf Anfrage mit. Es stehe aber schon fest, dass nicht alle Jugendherbergen den Betrieb wieder aufnehmen könnten. Seit Mitte März seien bislang rund 138 500 Übernachtungen mit einem Gesamtvolumen von rund 5 Millionen Euro storniert worden. «Das entspricht in etwa 45 Prozent des geplanten Jahresumsatzes», heißt es.

  • Das Logo der Deutschen Jugendherbergen im Eingang eines Gebäudes. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der Deutschen Jugendherbergen im Eingang eines Gebäudes. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Jugendherbergen sind den Angaben zufolge seit dem 20. März geschlossen. Wieder öffnen könnten Betriebe nur, wenn die erforderlichen personaltechnischen, baulichen und vor allem hygienetechnischen Voraussetzungen weniger Kosten verursachten, als die Herbergen komplett geschlossen zu halten. «Einen weiteren Liquiditätsabfluss durch zu frühe, nicht kostendeckende Wiederöffnungen können wir uns nicht leisten», teilte Nawrodt mit.

Er schätze, dass erst 2022 wieder ein normales Geschäftsjahr werden könne. Es sei kaum möglich, bis dahin mit Liquiditätskrediten zu überleben. «Der Bund und die Länder sind aufgefordert, auch für gemeinnützige Unternehmen wie das Jugendherbergswerk einen Rettungsschirm zu schaffen, der zumindest zum Teil aus direkten Zuschüssen bestehen muss», fordert der Geschäftsführer.

Die angekündigten Lockerungen für Hotels und andere Gastronomiebetriebe seien nur bedingt hilfreich. Zwar könnten Familienübernachtungen aufgrund der Konzentration auf den inländischen Urlaub in diesem Jahr weiter zunehmen, diese «helfen uns aber nur in Ferienzeiten und an Wochenenden und werden die insgesamt erheblichen Rückgänge nicht kompensieren können.»

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