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Herbstaufschwung sorgt für weniger Arbeitslose

30.09.2020 - Die Corona-Krise ist noch nicht vorbei. Doch es gibt Hoffnungsschimmer am Arbeitsmarkt. Vor dem 3. Oktober ziehen die Job-Vermittler auch eine Bilanz zu 30 Jahren Deutsche Einheit.

  • Das Wort «Arbeit» ist auf einem Schild vor dem Gebäude der der Agentur für Arbeit zu sehen. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Wort «Arbeit» ist auf einem Schild vor dem Gebäude der der Agentur für Arbeit zu sehen. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Sachsen-Anhalt ist die Arbeitslosigkeit im September gesunken. Rund 86 200 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren rund 4500 weniger als im August, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Halle mitteilte.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es im Land 10 500 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote lag im September bei 7,7 Prozent und damit 0,4 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im Vorjahr betrug sie 6,7 Prozent. Rund 788 500 Menschen waren zuletzt (Juli) in Sachsen-Anhalt sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen nach Angaben der Bundesagentur im September um 108 000 im Vergleich zum Vormonat gesunken. Sie lag bei 2,847 Millionen und damit um 613 000 höher als vor einem Jahr, wie die Behörde am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag im September in Deutschland bei 6,2 Prozent (2019: 4,9 Prozent)

Grund für den Rückgang der Erwerbslosigkeit sei die saisonale Herbstbelebung am Arbeitsmarkt. Nach der Sommerpause stellten Arbeitgeber Mitarbeiter neu ein, junge Menschen beginnen mit der Ausbildung oder nehmen ihren ersten Job nach der Lehre an, wie die Regionaldirektion mitteilte. Im September wurden den Angaben zufolge rund 4000 neue Stellen gemeldet, 600 mehr als im August.

Fast ein Drittel davon betraf Jobangebote für wirtschaftsnahe Dienstleistungen, darunter in Zeitarbeit. Auch aus dem verarbeitenden Gewerbe, Handel sowie Gesundheits- und Sozialwesen boten Arbeitgeber den Arbeitsagenturen neue Stellen zur Vermittlung an. Im Bestand waren im September insgesamt 19 000 Jobangebote.

Sachsen-Anhalt sei bisher scheinbar besser durch die Corona-Krise gekommen als andere Bundesländer, sagte der Geschäftsführer der Regionaldirektion, Markus Behrens. Grund sei die Wirtschaftsstruktur verbunden mit einer geringeren Abhängigkeit von globalen Märkten.

«So wie es derzeit aussieht, kommen wir mit einem blauen Auge aus der Krise, während es bei manchen anderen Bundesländern möglicherweise zwei sind», sagte Behrens. Rund 17 000 Arbeitslose seien aber in Sachsen-Anhalt vom «Corona-Effekt» betroffen, da sie ihren Job verloren haben, nicht vermittelt werden konnten oder eine Qualifizierung nicht antreten konnten.

Mit Blick auf 30 Jahre Deutsche Einheit zog Behrens eine gemischte Bilanz. So verursachten die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüche zunächst immense Beschäftigungsverluste. Den Angaben zufolge gab es vor 1990 in Sachsen-Anhalt etwa 1,742 Millionen Erwerbstätige, 2019 waren rund 1,046 Millionen in Lohn und Brot. Ursachen seien der Strukturwandel in der Wirtschaft und die Abwanderung junger Menschen.

Die Arbeitslosigkeit sei von 167 000 gemeldeten Erwerbslosen im Jahr 1991 auf gut 272 800 um die Jahrtausendwende gestiegen und dann auf rund 80 600 (2019) gesunken. Eine wesentliche Ursache dafür sei die Überalterung der Bevölkerung. Demnach verabschieden sich mehr Menschen aus dem Arbeitsleben als junge Menschen nachkommen.

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