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Aufräumen nach «Sabine» - Wälder bleiben gefährlich

11.02.2020 - Magdeburg/Wernigerode (dpa/sa) - Nach Sturmtief «Sabine» laufen in Sachsen-Anhalt die Aufräumarbeiten. Umgestürzte Bäume und abgeknickte Bäume hatten Straßen und Schienen blockiert. Entwarnung gab es von den Meteorologen noch nicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Leipzig sagte starke Gewitter voraus. Für Reisende und Pendler gilt es weiterhin, sich rechtzeitig über aktuell über Verbindungen, Einschränkungen und eventuelle Ausfälle im Zugverkehr zu informieren.

  • Ein Dampfzug der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) fährt durch den winterlichen Wald unterhalb des Brockens zum Gipfel. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Dampfzug der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) fährt durch den winterlichen Wald unterhalb des Brockens zum Gipfel. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) sollen am Dienstag die Sturmschäden an der Strecke begutachten und schnellstmöglich den Betrieb wieder aufnehmen, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Am Morgen (ab 7.00 Uhr) soll eine Diesellok samt Schneefräse, Kettensägen und Räumgeräten von Wernigerode aus in Richtung Brocken aufbrechen.

Auch das restliche Streckennetz soll erkundet werden. Wann die Schmalspurbahnen ihren Betrieb wieder aufnehmen können, ließ sich laut Sprecher nicht vorhersehen. Zum Vergleich: Nach heftigen Sturmtief «Friederike» Anfang 2018 hatte das HSB-Team gut 650 Bäume von den Gleisen entfernen müssen. Bei der Deutschen Bahn und dem Zugunternehmen Abellio war der Zugverkehr am Montag wieder angelaufen und rollte teils komplett wieder wie im Regionalverkehr, allerdings mit Verspätungen.

Die Nationalparkverwaltung Harz appellierte unterdessen eindringlich an die Vernunft der Menschen, die Wälder vorerst nicht zu betreten. «Es gibt viele andere Möglichkeiten, im Harz Urlaub zu machen, zum Beispiel entlang von großen Wiesen zu wandern oder Schaubergwerke zu besuchen», sagte ein Sprecher in Wernigerode. Die Ranger machte aber immer wieder die Erfahrung, dass trotz intensiver Warnungen vor Unwettern, Menschen die Gefahren im Wald unterschätzten.

Unter Umstände reiche sogar ein Windhauch aus und ein Baum stürze um, sagte er. Das sei dem Laien oftmals nicht bewusst, gerade bei Bäumen mit flachen Wurzeln wie Fichten. Die Trockenheit der vergangenen zwei Jahre trage auch dazu bei.

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