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Bildungsminister fordert höhere Impfpriorität für Lehrer

01.02.2021 - Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner hat gefordert, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher bei der Impfung gegen das Coronavirus zu bevorzugen. Für eine Stabilisierung des Systems sei es wichtig, in den Schulen geimpftes Personal zu haben, sagte der CDU-Politiker am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Er reagierte damit auf Ankündigungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die Impfordnung anzupassen. Darin sind mehrere Prioritätsstufen an verschiedene Risiko- und Berufsgruppen vergeben.

  • Marco Tullner (CDU) bei einer Pressekonferenz. Foto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Marco Tullner (CDU) bei einer Pressekonferenz. Foto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Seit einem Monat laufen die Impfungen gegen das Virus, berechtigt ist momentan nur die erste Gruppe: Menschen, die über 80 Jahre alt sind sowie Beschäftigte bei Kliniken, Pflegeheimen und Pflegediensten. Lehrerinnen und Lehrer sind derzeit in der dritten Priorität eingestuft. Wann diese geimpft wird, ist unklar. Wegen Lieferengpässen und Nachverhandlungen zum Impfstoff ändern sich die Prognosen über die weiteren Liefermengen sehr häufig. Am Montag wollen sich Bund und Länder bei einem sogenannten Impfgipfel über die aktuelle Lage austauschen.

«Ich hielte es für klug, Lehrkräfte der Impfkategorie 2 zuzuordnen», sagte Bildungsminister Tullner. Je schneller Lehrerinnen und Lehrer geimpft würden, desto eher könnten Schulen unabhängig von der aktuellen Situation arbeiten, argumentierte er.

Unterstützung bekommt der CDU-Politiker von der Opposition im Landtag: Sie erwarte, dass die Landesregierung sich dafür einsetze, dass pädagogisches Personal hochgestuft werde, sagte Linken-Fraktionschefin Eva von Angern am Montag. «Ich halte es für höchstproblematisch, dass Lehrerinnen und Erzieherinnen erst in der dritten Gruppe dabei sind.» Die Frage der Impfungen sei in den Überlegungen zur Wiederöffnung der Schulen bisher zu kurz gekommen.

In Sachsen-Anhalt sind die Schulen und Kitas seit Mitte Dezember im Notbetrieb und bleiben es auch mindestens noch zwei Wochen. Nur die Abschlussklassen bekommen Präsenzunterricht, alle anderen Schülerinnen und Schüler Aufgaben für zuhause und Online-Angebote. An den Kitas gibt es eine Notbetreuung für Eltern mit systemrelevanten Berufen. Die Schließungen sollen mit vielen anderen Einschränkungen dabei helfen, die Ausbreitung des Coronavirus endlich zu verlangsamen und den Erreger einzudämmen.

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