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Bleibt die Kinderklinik Gardelegen?: Konzept bis Ende August

06.07.2020 - Im Ringen um den Erhalt einer Kinderklinik in Gardelegen hat die Krankenhaus-Leitung zugesagt, auch künftig eine Notfallversorgung für die Kleinen sicherstellen zu wollen. Bis Ende August solle an einem Modell gearbeitet werden, sagten Vertreter der Klinikleitung bei einem Besuch von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Montag in Gardelegen. «Alle wollen, dass das hier erhalten wird», fasste der Regierungschef zusammen. Zuvor war bekannt geworden, dass das kommunale Krankenhaus die Schließung der Kinderstation plant.

  • Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Notfälle, die länger im Krankenhaus versorgt werden müssen, müssten dann ins 50 Kilometer entfernte Salzwedel oder nach Wolfsburg und Magdeburg ausweichen. Das sei Familien im Notfall nicht zuzumuten, sagte Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher (SPD).

Landrat Michael Ziche (CDU) hatte zuvor die schwierige Situation erklärt. «Als Landrat kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Stadt wie Gardelegen ohne Kinderklinik sein soll, aber die Zahlen sprechen eine andere Sprache.» Es gelinge bundesweit kaum einem Krankenhaus, die Versorgung von Kindern wirtschaftlich zu gestalten. Doch durch das geltende Vergütungssystem mit Fallpauschalen könnten diese Verluste am Altmark-Klinikum auch immer schlechter von anderen Abteilungen wieder wett gemacht werden. Die kommunale Einrichtung habe über Jahre hinweg rote Zahlen geschrieben.

Hinzu komme, dass sich nicht genügend Fachärztinnen und Fachärzte fänden, um die Versorgung zu sichern, ergänzte die Klinik-Leitung. Seit die Schließung öffentlich diskutiert wird, hätten sich aber erstmals seit Jahren wieder Bewerber gemeldet.

Was das für den Erhalt der Kinderklinik heißt, blieb zunächst offen. In den nächsten Wochen soll beraten werden, ob der Ausbau der ambulanten Versorgung für die Kleinen denkbar ist. Dazu soll geprüft werden, ob eine Aufnahme von Notfällen ermöglicht werden kann, indem die Kinder auf anderen Stationen untergebracht werden.

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