Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Böhmermann will weiter SPD-Chef werden:Parteibuch aus Köthen

21.10.2019 - Der TV-Satiriker Jan Böhmermann sorgt in der SPD für Wirbel. Ein Ortsverein in Sachsen-Anhalt freut sich über das neue Mitglied und will nicht «im alten SPD Trott» mitschwimmen.

  • Jan Böhmermann bei einer Veranstaltung. Foto: Sven Hoppe/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Jan Böhmermann bei einer Veranstaltung. Foto: Sven Hoppe/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin/Köthen/Köln (dpa/sa) - Der TV-Satiriker Jan Böhmermann will nach eigenen Angaben weiter SPD-Chef werden. «Ich möchte auf dem Parteitag Anfang Dezember von 50 Delegierten zum Kandidaten für den SPD-Vorsitz aufgestellt und gewählt werden», schrieb Böhmermann in einem Brief an die SPD-Mitglieder, den er am Montag auf Twitter veröffentlichte. Die SPD in Köthen (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) teilte unterdessen mit, der Ortsvereinsvorsitzende Michael Engelmann habe ihm in Köln das Parteibuch übergeben.

«Mit Jan Böhmermann begrüßen wir eine weitere starke Persönlichkeit in unseren Reihen», erklärte die SPD in Köthen. Die Sozialdemokraten beschrieben sich in der Mitteilung als einen Ortsverein, «der nicht im alten SPD Trott mitschwimmt»; er sei «eine Gruppe bunt gemixter engagierter Menschen, die verrückte Ideen haben und auch Mut und Kraft diese umzusetzen».

Bereits mehrfach hatte Böhmermann angekündigt, nach dem SPD-Vorsitz greifen zu wollen. Zunächst hatte er erfolglos versucht, vor Beginn der Regionalkonferenzen der Kandidaten kurzfristig als Bewerber zugelassen zu werden. Doch war er damals noch nicht Parteimitglied. Als er Anfang Oktober in Sachsen-Anhalt doch in die SPD aufgenommen wurde, kündigte er an, über die Unterstützung mehrerer Ortsverbände noch Kandidat für den Vorsitz werden zu wollen. Dies war zu dem Zeitpunkt formal noch möglich, schlug aber fehl.

Eine letzte Möglichkeit zur Kandidatur ist nun laut SPD-Geschäftsordnung noch eine Initiativbewerbung direkt auf dem Parteitag. Dazu ist die Unterstützung von 50 Delegierten aus fünf Bezirken nötig.

In seinem Brief erinnert Böhmermann unter anderem an den Willy Brandt, der vor 50 Jahren zum Bundeskanzler gewählt wurde. Der Satiriker fragt, ob die SPD «nur noch eine müffelnde, randvolle Wertstofftonne» sei und kündigt eine Reihe von Reden an, die von anonymen Autoren verfasst würden.

Derzeit läuft bei der SPD der Mitgliederentscheid zum Vorsitz. An diesem Samstag wird das Ergebnis veröffentlicht. Erhält keines der sechs Kandidatenduos die absolute Mehrheit, folgt ein Stichentscheid. Der Parteitag im Dezember soll das Ergebnis bestätigen.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren