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Bruder im Rollstuhl getötet: Prozess nicht öffentlich

18.11.2019 - Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Weil er seinen Bruder mit mindestens 15 Schlägen gegen den Kopf und Nacken getötet haben soll, muss sich ein 41 Jahre alter Mann seit Montag vor dem Landgericht Dessau-Roßlau verantworten. Laut Anklage verletzte er im Juni im Haus seiner Eltern in Roßlau zunächst den Vater und die Mutter mit einem Baseballschläger. Anschließend habe er seinen fünf Jahre älteren Bruder mit einer Axt und einem Schwert, die als Dekoration im Haus an der Wand hingen, gegen den Nacken und Kopf geschlagen. Der Mann saß seit einem Schlaganfall 2018 im Rollstuhl.

  • Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei dem Angeklagten haben sich über Jahre hinweg Hassgefühle aufgebaut, wie Oberstaatsanwalt Hermann-Josef Gerhards bei der Verlesung der Anklageschrift sagte. Der schwer verletzte Bruder starb vier Tage nach der Tat im Krankenhaus. Der 41-Jährige ist wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. In dem Sicherungsverfahren gehe es um seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus, erklärte die Richterin Uda Schmidt. Es sei anhand von Gutachten davon auszugehen, dass der Mann schuldunfähig ist. Der 41-Jährige befindet sich derzeit in einer psychiatrischen Einrichtung.

Auf Antrag der Verteidigung wurde zum Schutz der Persönlichkeit des Angeklagten die Öffentlichkeit für die gesamte Dauer des Verfahrens ausgeschlossen. Das Gericht hat drei weitere Termine bis zum 16. Dezember anberaumt.

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