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Corona-Kontaktverbot wird bis nach Ostern verlängert

01.04.2020 - Der Kampf gegen das Coronavirus ist noch nicht gewonnen - das sagt auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff. Das Kontaktverbot zu Eindämmung der Pandemie soll deshalb über Ostern gelten - gerade aufgrund der Feiertage. Wie es danach weitergeht, bleibt offen.

  • Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, spricht auf einer Pressekonferenz zur Ausbreitung des Corona-Virus. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur...

    Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, spricht auf einer Pressekonferenz zur Ausbreitung des Corona-Virus. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Öffentliche Osterfeuer und Eiersuchen fallen in Sachsen-Anhalt in diesem Jahr der Corona-Krise zum Opfer: Die Ausgangsbeschränkungen und das Kontaktverbot werden bis zum 19. April verlängert. Darauf einigte sich Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in einer Telefonkonferenz mit den anderen Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch, wie ein Regierungssprecher mitteilte. Das Kabinett muss die Verlängerung noch formal beschließen und kommt dazu am Donnerstagmorgen zu einer Sondersitzung zusammen.

«Der Kampf gegen das Virus ist noch lange nicht gewonnen», sagte Haseloff laut Mitteilung. Deshalb müssten die Ausgangsbeschränkungen verlängert werden. Die Situation erfordere besondere Regeln. «Und wir alle müssen uns an die Auflagen halten. Nur dann können wir das Virus auch wirksam und nachhaltig bekämpfen», so Haseloff.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wollen Bund und Länder die Bürger auch und gerade zu Ostern aufrufen, «generell auf private Reisen und Besuche auch von Verwandten zu verzichten», wie es in einer der dpa vorliegenden Beschlussvorlage für die Telefonkonferenz hieß. Die Bürger bleiben demnach außerdem «angehalten, auch während der Osterfeiertage Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum zu reduzieren». Ob die Maßnahmen, die ursprünglich nur bis zum kommenden Sonntag befristet waren, nach dem 19. April gelockert werden, sei noch völlig offen, hieß es aus Teilnehmerkreisen.

Nach anfänglichem Zögern hatten sich die Landesregierungen in Deutschland im März zu drastischen Einschränkungen des Alltags durchgerungen. Seit dem 16. März sind Kitas und Schulen in Sachsen-Anhalt und den meisten anderen Ländern geschlossen. Angestellte sollen seitdem wenn möglich von zu Hause aus arbeiten. In Sachsen-Anhalt, wo das Coronavirus relativ spät ankam, galten zunächst noch lockerere Regeln als in anderen, stärker betroffenen Bundesländern. So durften etwa Restaurants und Friseure weiterhin öffnen, sofern sie den Mindestabstand von zwei Metern zwischen Kunden und Mitarbeiter gewährleisten konnten.

Auf die nun verlängerten Regelungen hatten sich Bund und Länder grundsätzlich am 22. März geeinigt, einen Tag später traten sie in Kraft. Die gemeinsamen Regeln gingen deutlich über die Verordnung des Landes hinaus: So sollen die Menschen seitdem ihre Wohnungen nur noch «bei Vorliegen triftiger Gründe» verlassen. Kontakte mit mehr als einer Person außerhalb der Wohnung sind verboten. Außerdem mussten Friseurläden, Kosmetik-, Nagel-, Piercing- und Tattoostudios schließen.

Am Dienstag hatte Haseloff die Bevölkerung bereits auf die Verlängerung der Maßnahmen vorbereitet, die zunächst bis zum kommenden Sonntag befristet waren. Es sei fatal, die Beschränkungen zu lockern, bevor sie eine nachhaltige Wirkung entfalteten, hatte Haseloff gesagt. Auch Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) hatte eine Debatte um ein festes Datum für die Lockerung als «abwegig» zurückgewiesen. Die Gesundheit der Menschen stehe im Vordergrund.

In Sachsen-Anhalt breitet sich das neuartige Coronavirus bislang nicht so dynamisch aus wie in anderen Bundesländern. Am Mittwochvormittag wusste das Gesundheitsministerium von acht Todesfällen und 776 Infektionen. Pro 100 000 Einwohner sind das gut 35 Infizierte. In Hamburg etwa liegt diese Quote bei über 124, im Bundesschnitt bei knapp 81.

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