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Doch keine Öffnung? Clubs und Diskotheken schlagen Alarm

19.10.2020 - Als erstes Bundesland hat Sachsen-Anhalt angekündigt, dass von November an wieder in Clubs und Diskotheken getanzt und gefeiert werden darf. Nun sieht es wegen steigender Corona-Fallzahlen doch nicht danach aus. Die Branche ruft nach Hilfe.

  • Eine Discokugel. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Discokugel. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Lichter sind seit März aus, die Lautsprecher schweigen: Club- und Discothekenbetreiber aus Sachsen-Anhalt haben sich in einem offenen Brief an Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) gewandt und um Hilfe gebeten. Zudem wollten sie am Dienstag mit einer Aktion vor der Staatskanzlei auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen. Viele Club-Betriebe stünden mittlerweile vor dem Aus, teilte die Clubwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt am Montag mit. «Wir brauchen deswegen konkrete, schnelle und unbürokratische Hilfen für eine wirtschaftliche Perspektive und für einen Neustart», hieß es.

Das Land hatte den Diskotheken und Clubs die Wiedereröffnung ab dem 1. November in Aussicht gestellt. In der vergangenen Woche dann sagte Ministerpräsident Haseloff, angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens seien weitere Öffnungsschritte nicht möglich. Diese Entscheidung habe die Betreiber auch wegen ihrer Kurzfristigkeit sehr überrascht, teilte die Clubwirtschaft mit. Die endgültige Entscheidung und eine entsprechende Änderung der aktuellen achten Eindämmungsverordnung des Landes stehen noch aus. Das Kabinett kommt am Dienstag wieder zusammen.

Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD), an den sich die Clubwirtschaft ebenfalls richtete, erklärte: «Ich halte die Forderungen der Clubbetreiber für nachvollziehbar.» Sie litten besonders schwer unter der Corona-Pandemie. Für sie gehe es nicht mehr ohne weitere finanzielle Hilfen. «Darüber werden wir uns in der Kabinettsitzung morgen verständigen müssen. Ich werde dem Kabinett die kurzfristige Einführung eines Corona-Härtefallprogramms vorschlagen.»

Die Clubbetreiber erklärten: «Nur der legale Clubbetrieb garantiert eine kontrollierte und professionelle Feierkultur, welche sich ansonsten in den privaten beziehungsweise illegalen Raum verlagert und somit eine viel größere Gefahr darstellt.» In den Clubs könnten die Gäste nachverfolgt, Abstände und Hygienemaßnahmen eingehalten und durch Fachpersonal durchgesetzt werden. Ein befürchteter Partytourismus aus anderen Bundesländern könne durch Einlasskontrollen verhindert werden. Sachsen-Anhalt wäre das erste Bundesland, das Clubs und Diskotheken wieder öffnen lässt.

Die bisherigen Förderprogramme mit Sofort- und Überbrückungshilfen seien nur teilweise nutzbar gewesen für die Betreiber von Clubs und Diskotheken, erklärten ebendiese. Sie hätten selbst bei einer hundertprozentigen Inanspruchnahme nicht die Kosten gedeckt. «Die Clubbetreiber zahlen zudem seit über sieben Monaten ihren gesamten Lebensunterhalt sowie andere betriebliche Kosten und Verbindlichkeiten aus ihren Rücklagen. Diese Rücklagen sind nun aufgebraucht!»

In ihrem Brief fordern die Betreiber nun die komplette Übernahme der betrieblichen Fixkosten, einen angemessenen Unternehmerlohn und eine Ausfallentschädigung für die entgangenen Umsätze aufgrund der Betriebsverbote. Zudem wollen sie erstattet bekommen, was sie investiert haben, um am 1. November wieder öffnen zu können.

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